Berlin-Woman regt sich auf: Weg mit dem Muttertag, her mit dem Aktionstag für alleinerziehende Eltern!

kreative Unternehmer/innen

Mutti, du bist die beste! Wie an jedem 2. Sonntag im Mai ist es morgen wieder so weit. Dann hören die Mütter verordneterweise das, was viele täglich verdient hätten. Der Muttertag steht symbolisch für das, was man(n) in unserer Gesellschaft von Frauen, Müttern und Erziehenden hält. Berlin-Woman fordert eine sofortige Umdeutung!

Schon in den 1920er Jahren, als der Muttertag aus den USA nach Europa kam, galt er nur dem Kommerz. Massiv setzte sich der dtsch. Blumenhändlerverband für seine Anerkennung und Etablierung ein.  Im Nationalsozialismus wurde der Muttertag zum offiziellen Gedenk- und Ehrentag. 1933-45 war er gebärfreudigen „arischen“ Müttern gewidmet, die man(n) mit „Mütterweihen“ und dem „Ehrenkreuz der dtsch. Mutter“ auszeichnete. Nach dem 2. Weltkrieg vereinnahmten ihn erneut die Floristenverbände. Der gesetzlich nicht verankerte Festtag erbringt 130 Mio Euro Umsatz allein für Schnittblumen, der neuste Trend geht zu Sachgeschenken. In den USA kommt der kommerzielle Erfolg des Muttertags gleich nach dem von Weihnachten.

Berlin-Woman fordert: Kein schlechtes Gewissen mit Blumen, Pralinen und Smartphones wett machen! Ab morgen wird der Muttertag zum „Aktionstag alleinerziehender Eltern“. Und dagegen gehen wir an: 40 % der alleinerziehenden Eltern leben von Hartz 4. Darunter 600.000 alleinerziehende Frauen (91 %) mit rund 900.000 Kindern. Diese Eltern sind die Verlierer/innen in unserer Gesellschaft. Erzwungene Langzeitarbeitslosigkeit, unterqualifizierte Nebentätigkeiten und Altersarmut mindern und bedrohen ihre Lebensqualität. Das darf nicht sein!


2 Gedanken zu „Berlin-Woman regt sich auf: Weg mit dem Muttertag, her mit dem Aktionstag für alleinerziehende Eltern!

  1. dito!

    An alle Mamas, die enttäuscht sind, wenn ihnen nicht gratuliert wird: Nein, es ist nicht immer böse Absicht. Absicht, vielleicht, aber nicht automatisch böse. s. Carolas Bericht 😉

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