Berlin-Women: Elisabeth Christine, Königin von Preußen

Berlin-Women

Elisabeth Christine, Gemälde um 1740, Foto:www.wikipedia.org

Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Königin von Preußen (1715-1797) ist die Ehefrau von Friedrich II.  Im Alter von 17 Jahren wird sie mit dem damaligen Kronprinzen verlobt, ein Jahr später erfolgt die Hochzeit auf Befehl des Soldatenkönigs Friedrich des Großen in Salzdahlum/Braunschweig. Sein Sohn stellt die Bedingung, dass die Partnerin „nicht albern und gar zu häßlich sein dürfte“. „Sie ist nit häßlich auch nit schön“ lautet die Antwort. Die Ehe bleibt kinderlos, seit jeher wird gemunkelt, ob sie überhaupt vollzogen worden ist. Nach einer gemeinsamen Zeit im Schloss Rheinsberg lebt das Paar hauptsächlich getrennt voneinander, zunächst er beim Regiment in Neuruppin und sie im Berliner Kronprinzenpalais, dann er in Potsdam Sanssouci und sie in Schloss Schönhausen.  In dieser Zeit baut sich Friedrich II. das Schloss Charlottenburg aus. Man sieht sich bei Gala-Empfängen, Elisabeth Christine schickt dem Gatten regelmäßig exotische Früchte aus ihrem Garten. 1740 wird sie Königin und führt ein eigenständiges, höfisches Leben. Im Berliner Schloss bewohnt sie ein eigenes Herrscherinnen-Apartement mit eigenem Hofstaat. Kontakte pflegt sie zu ihren Schwägerinnen Luise Amalie und Wilhelmine von Hessen Kassel, denen ein ähnliches Schicksal beschieden ist. Elisabeth Christine richtet sich das Schloss Schönhausen ein, beschäftigt sich mit Literatur und Moralphilosophie, übersetzt, malt und engagiert sich für wohltätige Zwecke. Politisch tritt sie bei den zahlreichen preußischen Kriegen mit der Truppenstärkung durch Braunschweiger Soldaten auf den Plan.  Sie überlebt ihren Ehemann um 11 Jahre und ist im Berliner Dom beerdigt.

Schloss Niederschönhausen

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