Berlin-Women: Aung San Suu Kyi

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Foto: europarl.europa.eu

Aung San Suu Kyi (*1945) ist eine Politikerin und pazifistische Demkoratin Birmas, dem heutigen Myanmar. Die Tochter des Freiheitskämpfers Aung Sang und der Botschafterin Ma Khin Kyi wuchs in Indien auf. Sie studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft an der University of Oxford. 1969-71 war sie für die UN in New York tätig. 1984 veröffentlichte sie ein Buch über ihren 1947 ermordeten Vater. Nach ihrer Rückkehr nach Birma und der Errichtung der 2. Militärdiktatur gründete sie 1988 die Nationale Liga für Demokratie (NLD). 1989 wurde sie erstmals unter Hausarrest gestellt, 1990 gewann ihre Partei die Wahlen, dessen Ergebnis offiziell nicht bekannt gegeben wurde. 1995 wurde zeitweise ihr Hausarrest aufgehoben, internationale Journalisten und UN-Mitglieder durften sie besuchen, doch blieb ihr Bewegungsspielraum eingeschränkt. Bis zu seinem Tod 1999 durfte die 2fache Mutter ihren Ehemann, den Tibetologen Michael Aris, nicht mehr wiedersehen. Weitere Arreste folgten, bei denen ihr Leben in Gefahr war. Ein Tauwetter zeichnete sich 2007 unter massivem internationalen und nationalen Druck ab. Nach über 20 Jahren Haft entließ die Militärregierung die „Verbindungsministerin“ endlich am 13.11.2010. Seit dem 01.04.2012 ist sie gewählte Parlamentsabgeordnete ihres Landes, aktuell legte sie ihren Eid auf die – umstrittene – Verfassung ab. 1991 erhielt sie den Friedensnobelpreis, 2000 die amerikanische Freiheitsmedaille, 2005 den Olof-Palme-Preis, 2007 die kanadische Ehrenstaatsbürgerschaft und die goldene „Medaille des US-Kongress“ . Die Gruppe U2 wimdete ihr den Song „Walk on“, Luc Besson verfilmte ihr Leben (The Lady).

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