Berlin-Woman regt sich auf: das Betreuungsgeld oder die Herdprämie

kreative Unternehmer/innen

Cartoon von Jan Tomaschoff, www.achgut.com

Auf Grundlage von § 16 SGB VIII soll das Betreuungsgeld 2013 eingeführt werden. Es gilt Eltern mit Kindern unter 3 Jahren, die zuhause betreut werden. Nicht die Tatsache an sich, dass Eltern 150 € monatl. zusätzlich erhalten, ist schlecht. Jedoch die Konsequenzen daraus und der Dialog, der darum geführt wird:

Das Betreuungsgeld ist eine umstrittene Erfindung der CDU. Das hübsche Sümmchen von 1,2 Milliarden € soll an 900.000 Eltern gehen, die ihr 1-3jähriges Kind nicht in Krippen oder Kitas unterbringen sondern zuhause erziehen wollen. Die Befürworter/innen, darunter Stiefmutti Kristina und Oma Angi sehen darin eine neue „Wahlfreiheit“ in der Familienpolitik. Die Gegner/innen der „Herdprämie“, darunter die Gewerkschaften und die Hlg. Ursula, befürchten falsche Geldanreize. Neben dem unsäglichen Bedenken, dass Hartz 4-Empfänger/innen das Betreuungsgeld für Alkohol und Zigaretten verpulvern könnten, überzeugt aber das Argument, dass man(n) damit den Arbeitsmarkt kontrollieren möchte. (Die Einsparung von 900.000 Arbeitsplätzen macht gesamtwirtschaftlich gesehen weit mehr als die 1,2 Milliarden aus). Auch ist die Forderung zu begrüßen, endlich die noch fehlenden 230.000 Kitaplätze einzurichten. Ob die frühkindliche Erziehung nun aber zuhause oder in der Krippe geschieht, sollte nicht das Betreuungsgeld sondern sollten die Eltern privat entscheiden. Auch ob sie rauchen oder sich mal ein Bier gönnen, darf nicht „vom Staat ausgehen“. Staatsangelegenheit jedoch ist eine familienfreundliche Arbeitsmarktpolitik! Der Gesetzesentwurf wird im Sommer 2012 erwartet.

Betreuungsgeld

Mädchenmannschaft: Betreuungsgeld Diskussion

Die Verfassungsfrage des Betreuungsgeldes

2 Gedanken zu „Berlin-Woman regt sich auf: das Betreuungsgeld oder die Herdprämie

  1. darf ich es mal drastisch sagen? ich könnte kotzen!

    1. diese unsäglichen vorurteile bzgl. den bildungsfernen hartz iv familien … die wenigsten, die ich kenne, sind tatsächlich bildungsfern. es sind familien mit abitur und studium!

    2. die vorurteile, das eben hartz iv eltern sich einen dreck um ihre kinder scheren, sondern die kohle lieber versaufen und verrauchen …
    hartz iv soll ein bescheidenes aber menschenwürdiges leben ermöglichen, diese vorurteile sind menschenunwürdig.
    ja und wo ist das problem, wenn auch ein von hartz iv betroffener mal ein bier trinkt oder (gottbewahre wie spät-römisch dekadent) ein glas wein genießt –das ist nicht unbescheiden.

    3. warum muß dieses geld den ärmsten der armen abgezogen werden?

    man sagt ein kind kostet bis es volljährig ist 100.000 euro – das sind rund 460 euro pro monat … kindergeld wird ja auch angerechnet …

    ne über die konsequenzen will ich nich nachdenken … rege mich eh gerade zu sehr auf!

    aber gut das du es auf den punkt gebracht hast liebe carola!

  2. das ziel ist jawohl der politiker ist jawohl klar…. bloß keinen cent in eine bildungsgesellschafft intestieren und wo herr seehofer sowie cdu und csu die frauen sehen ist auch eindeutig

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