Berlin-Women: Tilla Durieux

Berlin-Women

Tilla Durieux, Ottilie Godeffroy (1880-1971) ist eine österreichische Theater- und Filmschauspielerin, Roman- und Theaterschriftstellerin. Die Tochter des Chemikers Richard Godeffroy absolvierte ihre Theaterausbildung in Wien. 1902 begann ihre Karriere in Stuttgart und Breslau. Ab 1903 spielte die Künstlerin in Berlin an den Bühnen von Max Rheinhardt, am Deutschen Theater, am Lessingtheater, am Königlichen Schauspielhaus, am Staatstheater und ab 1927 für Erwin Piscator. Sie hatte Gastauftritte in Wien, St. Petersburg, Prag, Den Haag, Zürich und auf Arbeitermatinéen und -versammlungen. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 ging sie in die Schweiz und spielte in ganz Europa. Im 2. Weltkrieg engagierte sie sich in der „Roten Hilfe“ Koratiens, ihrem Exilland ab 1934. 1952 kehrte sie nach Deutschland zurück, wurde für Hörspiele und Filme gebucht und gastierte auf den Bühnen in Berlin, Hamburg und Münster. Tilla Durieux bewährte sich in den großen Frauenrollen: Lady Milford, das Käthchen von Heilbronn, Hebbels Judith, Jokaste, Gräfin Werdenfels, Marquise von Keith, Franziska und Lady Mcbeth. 1967 stiftete sie den Tilla-Durieux-Preis, der alle 10 Jahre an eine Vertreterin der deutschsprachigen Schauspielkunst verliehen wird. Preis-Trägerinnen ihres wertvollen Art-Déco-Colliers waren bisher Maria Wimmer, Gisela Stein, Kirsten Dene, Annette Paulmann und Judith Hofmann. Tilla Durieux verheiratete sich mit den Berühmtheiten: Eugen Spiro, Paul Cassirer und Ludwig Kantzenellenbogen. Das Grab der Schauspielerin befindet sich auf dem Städtischen Waldfriedhof Charlottenburg.

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