Berlin-Woman regt sich auf: BMW Guggenheim Lab

Berlin-Kreuzberg

Ein Tisch für das BMW Guggenheim Lab, Motiv: malvorlagen.ws

Sommer 2011 startete die „Reise“ des BMW Guggenheim Labs erfolgreich in New York,  6 Weltmetropolen sind insg. anvisiert. Die Solomon R. Guggenheim Foundation und Museum und die BMW Group möchten damit eine zukunftsweisende Diskussion über Architektur, Kunst, Wissenschaft, Design, Technik und Bildung anstoßen. Doch die Absage des Labs für den Standort Berlin-Kreuzberg zeigt, wie sehr man(n) aneinander vorbeigeredet hat.

Der 1. Zyklus des BMW Guggenheim Labs in NY, Berlin und Mumbai hat das Thema „Confronting Comfort„. Für Berlin-Kreuzberg eine brennende Frage, denn in kaum einem anderen Stadtteil prallen so viele politische, soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gegensätze aufeinander. Das Lab wäre eine Chance gewesen, die Verhältnisse mal nicht in alteingesessenen „Clans“ auszuhandeln, sondern einander zuzuhören. Doch die Media-Spree-Gegner fürchten die Habgier und Allmacht von BMW, BMW und Guggenheim fürchten mutwillige Störung und Zerstörung. Man(n) pflegt lieber Uraltklischees, als sich an einen Tisch zu setzen. Der passte wunderbar in eine „Bezirksküche“, die unter dezenter (!!!) Namensnennung von BMW und Guggenheim als Kreuzberger Lab hätte eröffnet werden können. Das ist leider vertan, schade drum!

Lab-Team in Berlin: José Gómez-Márquez, Rachel Smith, Carlo Ratti und Corinne Rose

Lab-Kurator/innen: Maria Nicanor, David van der Leer

Komitee: Daniel Barenboim, Elizabeth Diller, Enrique Peñalosa, Juliet Schor, Rirkrit Tiravanija, Wang Shi

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