Berlin-Women: Beate Klarsfeld

Berlin-Women

Beate Klarsfeld, 1968. Foto: Wikipedia

Beate Klarsfeld, geb. Beate Auguste Künzel (* 1939) ist eine gebürtige Berlin-Woman und eine deutsch-französische Journalistin. Weltbekannt wurde sie, als sie den amtierenden Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf dem CDU Parteitag am 07.11.1968 öffentlich ohrfeigte und als Nazi beschimpfte. Die Ohrfeige sollte die Rache für 50 Mio. Tote des 2. Weltkriegs ins „abstoßende Gesicht der 10 Mio. Nazis“  symbolisieren. Heinrich Böll schickte ihr rote Rosen, Günther Grass warf ihr „Irrationalität“ vor. Unterstützt von linken Studentengruppen, der Intelligenz aus dem Westen und der DDR-Regierung setzte sie ihren Kampf gegen Kiesinger fort, der 1933-1945 im NS-Progaganda-Dienst tätig gewesen war und auch nach 1945 NS-Seilschaften pflegte. Selbst Abkömmling aus einer Familie mit nationalsozialistischer Vergangenheit war die Journalistin als Aupair-Mädchen in Paris mit dem Holocaust und seinen Folgen konfrontiert worden. Seitdem engagiert sie sich mit ihrem Mann, dem jüdisch stämmigen französischen Rechtsanwalt und Historiker Serge Klarsfeld für die Aufklärung von NS-Verbrechen und die rechtmäßige Verfolgung von Tätern wie Kurt Lischka, Alois Brunner, Klaus Barbie, Ernst Ehlers, Ernst Achenbach, Kurt Asche, Josef Mengele, Walter Rauff, Kurt Waldheim u. a. Am 18.03.2012 kandidierte die 2fache Mutter für die Linken bei der Bundespräsidentschaftwahl. Mit 126/991 Stimmen unterlag die preisgekrönte Kämpferin gegen Joachim Gauck. Sie erhielt 3 Stimmen mehr als die Linke Delegierte stellt!

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