Berlin-Woman zur Bundespräsidentschaftswahl: Rechte der Frau und Bürgerin!

Berlin-Mitte

Elise Blenker und Mathilde Anneke (auf dem Pferd) in der badisch-pfälzischen Freiheitsarmeeampf

Überraschung: In der gestrigen Bundespräsidentschaftswahl behauptete sich Joachim Gauck gegen Beate Klarfeld. Damit hätte Berlin-Woman ja überhaupt nicht gerechnet. Doch das ist nicht unser heutiges Thema. Am 18.03., dem Wahltag, versammelte sich das Volk vor 164 Jahren am Berliner Schloß und forderte die Demokratie ein. In der deutschen 1848er Revolution kämpften auch Frauen um ihre Rechte:

Olympe de Gouges, die 1791 in Paris die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ abgab, war ihr Vorbild. In der 1848er Revolution betraten Elise Blenker (1824-1908), Kathinka Zitz (1801-1877), Mathilde Hitzfeld (1826-1905) und Mathilde Franziska Anneke (1817-1884) das politische Parkett und forderten die Gründung einer deutschen Republik, das allgemeine Wahlrecht,  die Rede- und Pressefreiheit und die demokratischen Rechte für die Frauen. In Männeruniformen und bewaffnet zogen sie auch in die revolutionären Freiheitskämpfe. Nach der gescheiterten Revolution wurden sie politisch verfolgt und emigrierten in die Schweiz und die USA, wo sie ihre Bestrebungen um Gleichberechtigung und den Kampf um die Frauenrechte fortsetzten. Diese Urmütter der Demokratie hätten über die Dümpeleien um die heutige Frauenquote nur gelacht – und Beate gewählt!

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