Berlin-Women: Clara Zetkin

World-Women

Clara Zetkin-Medaille für besondere, berufliche Frauenleistungen in der DDR

Clara Zetkin (1857-1933), geb. Clara Eißner ist eine deutsche Politikerin, Kommunistin, Revolutionärin und Journalistin. Die ersten politischen Anstöße erhält sie im Leipziger Lehrerinnenseminar der Frauentrechtlerin Auguste Schmidt, das sie 1874-78 besucht. 1878 tritt sie der SAP, der späteren SPD bei. Nach ihrer Tätigkeit als Erzieherin wird sie politische Akteurin. 1882-1891 emigriert sie nach Paris. Dort fordert sie auf dem Gründungskongress der 2. Internationalen 1889 die vollkommene berufliche, gesellschaftliche und politische Gleichberechtigung der Frauen! 1891 kehrt sie nach Deutschland (Stuttgart) zurück, 1907 wird sie Vorsitzende des Internationalen sozialistischen Frauensekretariats. 1914 distanziert sie sich von der SPD, wird wegen ihrer linken Aktivitäten inhaftiert, gründet 1917 die USPD mit und tritt 1919 der KPD bei. 1920-33 ist sie Reichstagsabgeordnete. Sie solidarisiert sich mit der UDSSR und befreundet sich mit Lenin. 1932 ruft sie in ihrer Eröffnungsrede des Reichstags zum Kampf gegen den Faschismus auf. 1925-33 ist sie Vorsitzende der Internationalen Roten Hilfe. Clara Zetkin ist auch journalistisch intensiv unterwegs: Sie schreibt 1882 für „den Sozialdemokraten“ in Zürich, gründet 1892 die Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ und leitet 1921-25 „die kommunistische Fraueninternationale“. Mit dem russischen Revolutionär Ossip Zetkin (+1889), mit dem sie unverheiratet in Paris zusammenlebt, hat sie zwei Söhne. 1897 heiratet sie den 25 Jahre jüngeren Maler Georg Friedrich Zundel. Die Politikerin stirbt 1933 in Moskau. Clara Zetkin führte 1910 den Internationalen Frauentag ein, der bis heute jährlich am 07. bzw. 08.03. gefeiert wird.

O-Tone, Clara Zeitkins Eröffnungsrede im Reichstag am 30.08.1932

Clara Zetkin Wohnhaus und Gedenkstätte in Berlin-Birkenwerder

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