Publikumspreis der Berlinale 2012: Marina Abramovic, the artist is present!

kreative Unternehmerinnen

Ihre Retrospektive im MoMa 2010 nahm die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramovic zum Anlass, sich 75 Tage lang, je 8 Stunden ins Museum an einen Tisch zu setzen. Wer wollte, konnte sich ihr gegenüber platzieren. Und das taten 1.565 Personen.  Matthew Alkers hat einen Dokumentarfilm darüber gedreht und ihn auf der Berlinale 2012 gezeigt. Sabeene hat ihn angeschaut:

The artist is present“ bildet den krönenden Abschluss von Sabeenes Reise über die Berlinale. Marina Abramovic beeindruckt, denn sie gibt ihr Wissen an junge Künstler/innen weiter und steht souverän zu ihrer Vergangenheit. Das mag Sabeene von Abramovics früherem Lebens- und Performance-Partner Ulay nicht behaupten. Denn er stichelt und redet sich seine sehr viel erfolglosere Künstlerkarriere mit seinem „Faulsein“ schön. Abramovic selbst steht zu ihren Verletzungen nach der Trennung von Ulay und geht seitdem immer wieder über körperliche und psychische Performance-Grenzen. Dabei wird die 63Jährige  immer schöner. Das führt der Film vor Augen, der auch frühere Aktionen der Künstlerin zeigt. Die Präsenz, die Abramovic 3 Monate lang 6 Tage die Woche 8 Stunden täglich im Museum bot, war harte Arbeit. Abends kam sie kaum noch aus dem Gewand, sie musste massiert und gebadet werden.  Eigentlich ist alles, was sie tut, Performance.  Und einigen, die ihr gegenüber saßen, darunter auch Stars, kamen bei solch künstlerisch-emotionaler Intensität die Tränen. Der Film wurde mit dem Berlinale Publikumspreis ausgezeichnet!

Dokumentarfilm „the artist is present„, 2011, 106 Min., Regie: Matthew Alkers

Ein Gedanke zu „Publikumspreis der Berlinale 2012: Marina Abramovic, the artist is present!

  1. Wie gerne hätte ich Marina Abromovic gerade über gesessen. Das wäre so schön gewesen. Welch eine Kraftanstrengung jeden Tag alles zu geben und von seinen ARbeiten zu berichten – unglaublich!

    1.565 Personen! Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke!

    Grüße von Susanne

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