Berlin-Woman regt sich auf: CLAIM!

kreative Unternehmerinnen

Verkauft, Karikatur von Ari Plikat

2011 hat sich Berlin echt Mühe gegeben. Die Frauenquote im Kunstbetrieb konnte sich sehen lassen. Berlin-Woman sondierte u.a.:8 % Künstlerinnen in den Regierungsgebäuden der BRD, 30 % bei der „Based in Berlin“, 50 % bei der „Berliner Leistungsschau“. Auch bei den Jurybesetzungen waltete man(n) emanzipiert. Und jetzt?

Claim“ bedeutet Versprechen, Mission und Vision einer Marke. Claim“ ist das unmissverständliche Alleinstellungsmerkmal. Ob die Macher der gleichnamigen Ausstellung – Marc Wellmann (Georg-Kolbe-Museum) und Manuel Wischnewski (Netzwerk: Neue Berliner Räume) in Kooperation mit 9 internationalen Galerien die Verhältnisse wieder „geraderücken“ wollen? Jedenfalls versteht Berlin-Woman ihre aktuelle gleichnamige Gruppenausstellung im leerstehenden Büro- und Fabrikkomplex in der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten so. Hier haben sich 21 internationale Maler, Zeichner, Bildhauer, Video- und Soundkünstler Emotion, Affekt, Intuition und Anschaulichkeit auf die Fahnen geschrieben.  Wir sehen Reminiszenzen an die Alten Meister, die Op-Art, die kinethische Kunst, die Stilllebenmalerei und an Duchamps. Was wir aber NICHT sehen, sind KÜNSTLERINNEN. Nicht nur ihre Absenz tut weh. Ebenso tut es die Ignoranz des Publikums, das nichts zu vermissen scheint. Selbst vor 100 Jahren fühlten sich die Berliner Secessionisten dazu aufgefordert, die ein oder andere Künstlerin mit ins Boot zu holen, um Weltoffenheit zu demonstrieren. Dass man(n) das 2012 nun nicht mehr nötig zu haben glaubt, ja verdammt altväterlich den genialen, männlichen Künstler wieder aufs Podest hebt, das REGT BERLIN-WOMAN AUF!

CLAIM, Lützowstraße 70, 10785 Berlin, Di-Sa 12:00-18:00 Uhr, Eintritt frei, bis 21.1.2012

 

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