Kino mit Berlin-Woman: Jane Eyre oder: Schöne Vorhänge!

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Jane Eyre, Filmposter

„Finden Sie mich gutaussehend?“ fragt Edward Rochester die junge Hauslehrerin seiner Tochter. „Nein!“, sagt Jane Eyre. Die aktuelle Verfilmung des gleichnamigen Klassikers entführt uns in eine Welt, wo ein strenges gesellschaftliches  Regelement für grausame Schicksale sorgt. Dem trotzt die eigenwillige Jane:

Die mittellose Waise Jane Eyre kommt aus einem strengen Internat, wo man(n) sie für ihre Unbeugsamkeit abstrafte. Als Gouvernante im Herrenhaus Thornfield genießt sie dann ungewohnte Freiheiten: Sie darf ihr künstlerisches Talent ausleben und ihre gute Bildung an die Tochter des Hausherrn Edward Rochester weitergeben. Aber nicht alles ist rosig: Es rumpelt hinter versteckten Türen, ein Mordanschlag geschieht und der Herr des Hauses entpuppt sich als neurotischer Charakter.  Der Film lebt von der Hauptdarstellerin Mia Wasikowska, die die eigensinnige Jane mit größter Überzeugung spielt. Wenn sie mit ernst-zartem Gesichtsausdruck vor weiß gewebten  Vorhängen im englischen Frühlingswind steht, hat sie uns mitten ins 19. Jahrhundert katapultiert. Dagegen fallen die Rolle von Edward Rochester (Michael Fassbender), ja die gesamte Story ab. Es mangelt an Kontur, die der aufregende Romanstoff von Charlotte Bronte durchaus hergegeben hätte: Rochester versteckt seine 1. dem Wahnsinn verfallene Frau, Jane rettet sein Leben, er sucht ihre Liebe, Jane flieht und kehrt, nachdem ein staubtrockener-puritanischer Pfarrer um sie wirbt,  nach Thornfield zurück. Dort findet sie das Haus von Feuer zerstört, die Ehefrau tot und Rochester erblindet. Jane reicht ihm die Hand!

Jane Eyre, 2011, Regie: Cary Joji Fukunaga. Jane: Mia Wasikowska, Edward: Michael Fassbender, Mrs. Fairfex: Judi Dench. Nach dem gleichnamigen Roman von Charlotte Bronte.

Jane Eyre

Jane Eyre in den Berliner Kinos

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