Ko-Kurator/innen der Berlin Biennale 2012

kreative Unternehmer/innen

Die Künstlergruppe Voina

Die Berlin Biennale ist eine der größten Schauen zeitgenössischer Kunst, die im zweijährigen Turnus von den KW Institute for Contemporary Art in Berlin gezeigt wird. Nun hat die Kulturstiftung des Bundes die Förderung bis zum Jahr 2014 verlängert. Jede Schau ist mit schönen 2,5 Mio Euro ausgestattet. Die 7. Biennale findet 7.04.-01.07.2012 statt und wird vom polnischen Videokünstler Artur Zmijewski (* 1966) kuratiert. Dieser hat das russische Künstler/innen-Kollektiv Voina und die polnische interdisziplinäre Kuratorin Joana Warsza als Ko-Kurator/innen hinzugezogen:

  • Voina (* 2005): Die Gruppe besteht aus Oleg Vorotnikov, Natalya Sokol, Leonid Nikolajew und Kasper Nienagliadny Sokol. Ihr Thema ist die aktionistische Straßenkunst, die ihre Tradition in der Revolutionskunst um 1917 hat. Bei einer ihrer letzten Aktionen bauten sie einen Riesenpenis im St. Petersburger Straßenbild auf. Die Gruppe zog bereits zahlreiche strafrechtliche Prozesse auf sich. Sie verweigern das Geld und einen permanenten Wohnsitz. In diesem Stil erfolgt auch ihr kuratorischer Beitrag.
  • Joanna Warsza (1976): Die interdisziplinäre Kuratorin studierte Tanz und Theater, sie arbeitet im öffentlichen Raum. Dort untersucht sie die Phänomenologie und den Ananchronismus interkulturell kontroverser Projekte. Auch führt sie Seminare u.a. über Konflikt, Trauma, Kunst sowie über Performativität durch. Sie hat bereits Projekte mit dem Berliner Theater Hebbel am Ufer, dem Museum für Moderne Kunst Warschau, dem AICA Armenien, dem GeoAir Tbilisi, dem Centre Pompidou und der Biennale de Belleville (Paris) realisiert. Joanna Warsza lebt und arbeitet in Berlin und Warschau. Wir werden noch von ihr hören.

Gespräch von Artur Zmijewski und Joanna Warsza. Letzte Aktionen von Voina: „Dick captured by KGB”, 14.06.2010. „Leo the Fucknut is our President!”, 16.–22.05.2010

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