Berlin-Women: Christa Wolf

Berlin-Women

Christa Wolf, Foto: Neues Deutschland, Helga Paris

Christa Wolf (1929-2011) ist eine der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen. Nach ihrem Abitur trat sie der SED bei, deren Mitglied sie bis 1989 blieb. 1949-1953 studierte sie Germanistik in Jena und Leipzig, war wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband, Lektorin und Redakteurin bei der Zeitschrift „neue deutsche literatur„. 1955-1977 engagierte sie sich im Vorstand des DDR Schriftstellerverbands. Als Kandidatin des ZK der SED und Mitglied der Akademie der Künste der DDR gehörte sie zur Künstler/innen-Elite und konnte schon früh ins westliche Ausland reisen. Neben zahlreichen Lesereisen bescherte ihr das die Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste in Paris und der freien Akademie der Künste in Hamburg. 1976 wurde sie aus dem Vorstand des Schriftstellerverbands ausgeschlossen, da sie den „offenen Brief gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns“ mit unterzeichnet hatte. Nach dem „Fall der Mauer“ 1989 setzte sich Christa Wolf für eine Reform des Sozialismus ein und warnte vor dem Ausverkauf der DDR. Über ihre Statsi-Tätigkeit als „IM Margarete“ in den Jahren 1959-1962 entbrannte ein Literaturstreit. Die preisgekrönte Schriftstellerin zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, ging 1992/93 in die USA und veröffentlichte ihre vollständige IM-Akte. Ihre Erfahrungen fanden in dem 2010 erschienenen Werk „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ ihren Niederschlag, Christa Wolf war mit dem Autor Gerhard Wolf verheiratet, hatte 2 Töchter und lebte 1962-1976 in Kleinmachnow und Berlin. Sie starb am 01.12.2011 nach schwerer Krankheit. Ihre bekanntesten Werke sind: „der geteilte Himmel„, „kein Ort nirgends„, „Kassandra“ und „Störfall„.

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