Unterm Strich (Berliner Zeitung): Susanne Schirdewahn interviewt und zeichnet Berlin-Woman

Berlin-Friedrichshain (Atelier Schirdewahn)

Susanne Schirdewahn, Carola Muysers, Foto: SSch. Abdruck in: Berliner Zeitung, "Unterm Strich"

Berlin-Woman ist nicht nur „rasende Reporterin“ und Kreativ-Agentin, sondern auch leidenschaftliche Salonière. In ihrem „Neuen Berliner Salon“ trifft man(n) sich alle vier Wochen zu einem Thema, kommuniziert, streitet, isst und trinkt im Namen der Kultur. Dort hat die Autorin und Malerin Susanne Schirdewahn Berlin-Woman interviewt und porträtiert. Der vollständige Beitrag ist gerade in der Berliner Zeitung in der Serie „unterm Strich“ erschienen:


SuSch: Wissen Sie noch, warum Sie diesen Salon gegründet haben?
BW: Ich habe mit Begeisterung Rahel Varnhagens Biografie gelesen. In ihren ersten Salons Ende des 18. Jahrhunderts gab es immer nur Tee und Schmalzbrote. Mich hat das inspiriert. Den Rest machte die geistige Nahrung wett. Man sollte hinzufügen, dass Rahel Varnhagen nach ihrer Heirat mit einem wohlhabenden Mann einen weiteren Salon gegründet hat. Nach wie vor kümmerte sie sich hauptsächlich um die Vernetzung der Einzelnen miteinander, legte fortan aber auch mehr Wert auf ausgiebiges, opulentes Essen.

SuSch: Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es keine nennenswerten Salons männlicher Gründer gibt. Woran mag das liegen?
BW: Man braucht ein gewisses Multitalent, muss Multitasking beherrschen. Man muss gut organisieren und improvisieren können, die Leute zusammenbringen, Kontroversen zulassen und Spannungen ausgleichen. Man muss uneigennützig Sympathie verströmen. Vielleicht können Frauen das besser …

SuSch: Wollen Sie sich schon einmal sehen?
BW: (Ihr Bildnis betrachtend) Oha. Zum Teil bin ich das. Der obere Bereich. Die Haare haben Sie mir schöner gemalt. Aber mit der Mundpartie kann ich mich nicht recht anfreunden.

SuSch: Was sagt das Publikum?
Eine Stimme: Die Nase ist eindeutig zu lang.
Ein Filmemacher: Das liegt daran, dass Sie sich um die Nase bis zum Schluss gedrückt haben.
Eine Malerin: Es kommt davon, weil Sie von oben angefangen haben, das Gesicht zu malen. Dann haben Sie von unten dagegen gearbeitet. Und in der Mitte reichte es dann vom Licht her nicht.
BW: Oder viel einfacher: Durch den Schnupfen sind wir beide heute nasenfixiert. (Klatschen)

Neuer Berliner Salon

Wie gründe ich erfolgreich einen Salon?

Ein Gedanke zu „Unterm Strich (Berliner Zeitung): Susanne Schirdewahn interviewt und zeichnet Berlin-Woman

  1. An den Neuen Berliner Salon,

    ich bin sehr interessiert an einer Teilnahme an Ihrem Salon. Welche Bedingungen gibt es, um bei Ihnen mal Gast zu sein.
    Wann und wo treffen Sie sich das nächste mal?
    Die von Ihnen im Interview genannte Literatur hat mich auch begeistert, und ich hatte vor Jahren mal so etwas in Hannover ins Leben gerufen.
    Ich freue mich auf ihre Antwort.
    Herzliche Grüße
    Lisa Arntz

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