Sonntag auf Berlin-Woman: Der Falbenclub von Cora Fritz, Teil 4

Die blaue Stunde

Am Sonntag gibt´s hier auf Berlin-Woman immer etwas Besinnliches: Texte, Gedichte, Träumereien.  Denn jede/r sollte sich mal eine blaue Stunde leisten. Aktuell haben wir eine 6-teilige Erzählung der Autorin und eingefleischten Clubkennerin Cora Fritz. Ihr gehören die Nacht- und Nebelstunden und der frühe Morgen, wenn sich der dunkle Berliner Himmel rötlich färbt.  Hier nun „Der Falbenclub „, Teil 4:

Die Schöne und einer der vier Michaels hocken neben mir. Sie stecken ihre Schnäbel ins Gefider, beide haben Liebeskummer. Unabhängig voneinander. Sie hat betrogen, er wurde verlassen. Wir tschilpen über ihre gebrochenen Herzen. Mir wird kalt, zum Aufwärmen nippe ich Rotwein, es ist alles zu traurig. Bin beduselt. Der zweite Michael fliegt zu uns. Er ist zweimal geschieden, oder war es dreimal? Liebeskummer kennt er nicht, er ist zu sehr mit sich beschäftigt. Dann rätseln wir, ob Goethe mit Anna Amalie, naduweißtschon. Michael Nr. 2 meint nicht, aber das sagt er nur, weil er sich auf der Tanzfläche immer die jüngsten und schönsten Falbenfrauchen holt. Eine Liebesaffaire zwischen einer älteren Falbin und einem jüngeren Falben kann er sich nicht vorstellen, er favorisiert die andere Variante. Szenenwechsel auf der Tanzfläche …

Fortsetzung folgt

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

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