Berlin-Women: Claudia Skoda

Berlin-Women

Claudia Skoda vor einem Bild von Leo Castelli, 1980er Jahre

Claudia Skoda (* 1943) ist eine der einflussreichsten Strickdesignerinnen der Welt. 1962-70 arbeitete sie als Verlagslektorin. Dann machte die Autodidaktin mit ihrer „Flippmode“ Furore. Ihre Mode wurde fester Teil des künstlerisch-kreativen Aufbruchs in den späten 1970er, frühen 1980er Jahren. Damals arbeitete und lebte die Modemacherin mit Künstlern in einer Kreuzberger Fabriketage (Zossener Straße). Es war die Szene der New Wave-Bewegung und der Neuen Wilden. Die Modenschauen von Claudia Skoda waren Gesamtkunstwerke, Happenings und Performances zugleich. Legendär war ihr Catwalk in ihrer Fabriketage 1977, für den der Künstler Martin Kippenberger den Laufsteg mit 1300 Fotos gestaltete. Ein Jahr zuvor hatte die Kooperation zwischen dem Künstler und der Modedesignerin begonnen, Kippenberger fotografierte und filmte die Herstellung der Kleidung und die Shows von Claudia Skoda. Die Designerin nahm auch mit Kraftwerk eine Platte auf, entwarf Kleider für die Experimentalfilmerin Ulrike Ottinger und machte die Kostüme der Band „Malaria“. 1981 ging es auf Anraten von David Bowie nach New York, wo sie in Soho ein Geschäft direkt gegenüber von Vivienne Westwood eröffnete. Ein paar Jahre später kehrte sie nach Berlin zurück. Nach einem Laden am Kurfürstendamm und in der Linienstraße eröffnete die Designerin 2002 ihr Geschäft in der Alten Schönhauser Straße, wo sie bis heute ihre Strick-Unikate erfolgreich vertritt.

Claudia Skoda

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