Berlin-Women: Solo Sunny

Berlin-Women

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Solo Sunny heißt eigentlich Ingrid und ist eine Fabrikarbeiterin aus der DDR. Sie lebt in Prenzlberg der späten 1970er Jahre, in einem heruntergekommenen Altbau. Sunny hat eine Berliner Schnauze, trägt Lederjacke mit Kaninchenfell, eine Schlägermütze und spielt in einer Band. Mit der gibt es Ärger, weil Sunny ihren eigenen Kopf hat und sich nicht von ihrem Bandleader anmachen lassen will. Sie hat Affären mit verschiedenen Männern, aber auch das macht sie nicht glücklich. Sunny fliegt aus der Band raus, nimmt Schlaftabletten, kehrt kurzzeitig in die Fabrik zurück. Dann rappelt sie sich auf und beginnt in einer neuen Band. „Solo Sunny“, der letzte Film des berühmten Regisseurs Konrad Wolf, ist legendär: Er führt vor Augen, dass es in der DDR durchaus eine gesellschaftskritische Bohème gegeben hat, die keine Lust auf ein sauberes sozialistisches Leben im uniformen Plattenbau hatte. Sunny verkörpert diesen freiheitsliebenden Außenseiter-Typ. Ihre Person und Geschichte gehen auf die Schauspielerin Sanije Torka zurück, deren Lebensgeschichte sich in einem nie veröffentlichen Interview von 1978 überliefert hatte. Konrad Wolf und sein Kollege Wolfgang Kohlhaase erkannten den fantastischen Filmstoff. Die Hauptrolle wurde mit Renate Krößner genial besetzt, der Soundtrack, gesungen von der Jazzsängerin Regine Dobberschütz, geht unter die Haut.  Der Film wurde im In- und Ausland ausgezeichnet. Solo Sunny, DEFA 1978-80. Regie: Konrad Wolf. Drehbuch: Konrad Wolf, Wolfgang Kohlhaase. Kamera: Eberhard Geick. Musik: Günther Fischer. Hauptrolle: Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag u.a.

Soundtrack

Lyrics

Solo für Sanije. Die wahre Geschichte der Solo Sunny 2009

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