Berlin-Women: Eva Besnyö (1910-2003)

Berlin-Women

Eva Besnyö (1910-2003) ist eine ungarisch-holländische Fotografin. Nach ihrer 2jährigen Ausbildung geht sie 1930-32 von Budapest nach Berlin, es werden entscheidende Karrierejahre. Als Assistentin des Werbefotografen René Ahrlé und des Pressefotografen Peter Weller begegnet sie dem Bauhaus-Fotografen Laszlo Moholy-Nagy und ihrem Jugendfreund und Kriegsfotografen Robert Capa. 1931 eröffnet sie ein eigenes Studio und arbeitet für die Agentur Neofot. Das Großstadtleben inspiriert sie zur „neuen Fotografie“ mit stark formaler Ausprägung, wie z.B. Licht und Schatten. 1932 emigriert die Jüdin nach Amsterdam. Sie heiratet den holländischen Filmemacher John Fernhout, Sohn der Malerin Charley Toorop. Beide gehören zur holländischen und internationalen Medienszene. Eva Besnyö trifft den berühmten Modefotografen Henri Cartier-Bresson und die Fotokünstlerin Florence Henri in Paris. Im Zweiten Weltkrieg engagiert sie sich im niederländischen Widerstand. Nach ihrer Scheidung heiratet sie 1946 den Grafiker Wim Brusse, mit dem sie 2 Kinder haben wird. In den 1960ern Jahre reüssiert sie zur bekanntesten Fotografin der niederländischen Frauenbewegung. 1987 erscheint ihr  Buch „Mit anderen Augen. Berlin 1930–1932“, 1991 hat sie eine Einzelausstellung im Berliner „Verborgenen Museum“. 1999 erhält sie den Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Nun widmet ihr die Berlinische Galerie eine Retrospektive.

Eva Besnyö, Fotografin 1910–2003. Budapest – Berlin – Amsterdam, Das Verborgene Museum zu Gast in der Berlinischen Galerie, Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124–128, 10969 Berlin, Mi–Mo 10:00–18:00 Uhr, 8/5 €, jeden ersten Montag im Monat 4 €, freier Eintritt bis 18 Jahre, Katalog 39,90 €, bis 27. 02.2012

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