Berlin-Women: Marianne Rosenberg

Berlin-Women

Die Schlagersängerin, Komponistin, Texterin und gebürtige Berlin-Woman Marianne Rosenberg (*1955)  ist die Tochter des Auschwitz-Überlebenden und längjährigen Vorstandsmitglieds der deutschen Sinti und Roma Otto Rosenberg und Schwester der Vorsitzenden des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg Petra Rosenberg. Ihre silbrig-helle Stimme begleitet Berlin-Woman seit ihrer Kindheit, „Er gehört zu mir“, „Marleen“, „Fremder Mann“, „Ich bin wie du“ knallen noch immer. Mit 14 gewann Marianne Rosenberg einen Talentwettbewerb, nahm ihren ersten Hit „Mr. Paul McCartney“ auf und stieg in den 1970ern in den deutschen Schlager-Olymp auf. In den 1980ern brach sie mit der Schlagerszene, machte Filme und sang mit der Gruppe Extrabreit, u.a. punkig-erotische Stücke. Sie legte sich ein New Wave-Image zu und äußerte sich auch politisch, was sie zur Ikone der Schwulenbewegung werden ließ. Dann produzierte sie mit Dieter Bohlen und Harald Steinhauser, brachte verschiedene Alben und Single-Auskopplungen mit so herrlichen Titeln wie „Uns verbrennt die Nacht“, „Und Du kannst nichts dagegen tun“, „Feuerrosen“ oder „Für immer wie heute“ heraus. 1998 erschien ihr Album „Luna“ mit selbstkomponierten Songs und Texten ihrer Freundin Marianne Enzensberger. Einen Fernsehauftritt mit ihrem Vater lehnte sie 2000 mit der Begründung ab, dass sie die Garnierung der Rosenberg-Schlager mit einer Prise Auschwitz als respektlos empfinden würde.  2006 erschien ihre Biografie. Heute singt sie Clubversionen ihrer alten Songs und ist im Jazz und Chanson unterwegs. 2010 haben „Wir sind HeldenMarianne Rosenberg gecovert.

Marleen

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