Berlin-Women: Brigitte Helm

Berlin-Women/World-Women

Da ist sie, die gebürtige Berlinerin und Berlin-Woman Brigitte Helm (1908-1996), die „Maschinenfrau“ aus Metropolis. Schon als Kind spielte Brigitte Eva Gisela Schittenhelm, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, Theater. Mit 16 kontaktierte sie den berühmten Filmregisseur Fritz Lang, der sie sofort der UFA empfahl. Dort wurde sie zur Filmschauspielerin ausgebildet. Nicht ohne Bedenken gab Lang seinem Zögling die Doppelrolle der Maria/Maschinenfrau in dem legendären Stummfilm „Metropolis“, dem ersten Science Fiction in der Filmgeschichte.  Brigitte Helm feierte einen Welterfolg als zärtlich-kämpferische Arbeiterfrau aus der Unterstadt von Metropolis und als verführerisch-sektiererische Maschinenfrau, die die Arbeiter aufwiegelt und den Untergang der Stadt der Zukunft herbeiführt. Der erste Filmroboter – eine Frau! war geboren. Mit der UFA schloss sie einen 10-Jahresvertrag und spielte von 1927-1935 in über 30 Filmen die Hauptrolle, so in „Die Liebe der Jeanne Ney“, „Alraune“, „Das Geld“ und „Inge und die Millionen“. 1930 schaffte sie den Sprung in den Tonfilm, 1935 drehte sie ihren letzten Film. Dann heiratete sie in zweiter Ehe den Unternehmer Hugo Kunheim (Chemische Fabriken Kunheim, Berliner Blau), zog in die Schweiz, gebar 4 Kinder und stand nie wieder vor der Kamera.

Ein Gedanke zu „Berlin-Women: Brigitte Helm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.