Berlin-Women: Wangari Maathai (1940-2011)

World-Women

Neu! Berlin-Woman schaut über Berlin hinaus. Bei aktuellen Anlässen stellen wir hier Frauen vor, die die Welt bewegen: Die World-Women.

Die Kenianerin Wangari Maathai (1940-2011) ist Umweltschützerin, Friedensnobelpreisträgerin, Politikerin und Professorin für Tieranatomie. 2004 erhielt sie als erste afrikanische Frau den Nobelpreis. Wangari Maathai lernte in einer katholischen Ordensschule in Limuru, wo sie für die Rechte der Menschheit sensibilisiert wurde. 1960 führte sie ein Universitätsstipendium für Biologie in die USA, 1967-69 kam sie mit einem DAAD-Stipendium nach Deutschland und erlebte dort die Studentenbewegung. 1971 promovierte sie als erste Frau an der Universität Nairobi. Danach machte sich Wangari Maathai als Kämpferin für Frauenrechte, Menschenrechte und gegen Korruption in Afrika einen Namen. 1976-1987 war sie Mitglied im kenianischen Nationalen Frauenrat, den sie 1981-87 als Präsidentin leitete. 1977 rief sie das größte Aufforstungsprojekt Afrikas, die „Greenbelt“-Bewegung ins Leben. In diesem Rahmen wurden 600 Baumschulen mit fast 40 Millionen Bäumen angepflanzt. 1980 ließ sich ihr Ehemann von der dreifachen Mutter scheiden, mit der Begründung, dass sie „zu gebildet, zu stark, zu erfolgreich, zu eigensinnig und zu schwer zu kontrollieren“ wäre. Die „Mutter der Bäume“, wie Wangari Maathai genannt wurde, wurde unter der Regierung des kenianischen Machthabers Daniel arap Moi vielfach verfolgt und inhaftiert. Nach der Ablösung des Diktators bekleidete sie 2002-2005 das Amt der stellvertretenden Umweltministerin in Kenia. Die Nobelpreisträgerin erlag am 25.09.2011 einem Krebsleiden.

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