Künstlerinnen an die Macht: Kunst von Frauen im deutschen Bundestag, Nr.4

Berlin-Mitte

Franka Hörnschemeyer, BFD - bündig fluchtend dicht 1998/2001, Foto: BW

Auch die BRD ist Sammlerin und Auftraggeberin. Unter ihren 111 Künstlern für „Kunst am Bau“ der Regierungsgebäude sind 8 Frauen (7 % Frauenquote) verzeichnet. Ihnen gilt die aktuelle Berlin-Woman-Serie “Künstlerinnen an die Macht“. Wir haben den „Tag der offenen Tür“ im Bundestag am 04.09. 2011 genutzt und weitere „Frauen-Werke“ angeschaut:

So richtig wußte keiner der Service-Leute Bescheid. Doch dann entdeckte Berlin-Woman die Kunst von Sophie Calle im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und  von (e.) Twin Gabriel, Franka Hörnschemeyer und Angela Bulloch im Paul-Löbe-Haus.  Im Unterschied zu den sehr ernsten Arbeiten von Katharina Sieverding, Hanne Darboven und Jenny Holzer im Reichstag sind die Themen hier: Spiel, Ironie und Labyrinth. Im südlichen Außenhof des Paul-Löbe-Hauses stehen z.B. die Teflonbüsten von Goethe und einem deutschen Schäferhund. Das Künstlerduo (e.) Twin Gabriel mit Else Gabriel und Ulff Wrede hat deren Profile rundplastisch nachgebildet und als ironische Replik auf den deutschen Denkmalkult in den Hofgarten gesetzt. Franka Hörnschemeyer lädt in ein Labyrinth aus eisernen Schalelementen ein. Rot, orange- und gelbfarben schlängeln sie sich durch den nördlichen Außenhof des Paul-Löbe-Hauses hindurch. Sie wirken wie ein Bau- oder Spielplatz, der sich des Vorplatzes am parlamentarischen Prachtbau am Spreebogen ermächtigt hat.  Und oberhalb des Südeingangs läßt Angela Bulloch 8 bunte Kugellampen in unregelmäßigen Abständen aufleuchten. Der Rhythmus ihres Kunstwerks erschließt sich erst mit der Entdeckung seines zweiten Teils im Stockwerk darüber …

Fortsetzung folgt.

Besucherdienst im deutschen Bundestag

2 Gedanken zu „Künstlerinnen an die Macht: Kunst von Frauen im deutschen Bundestag, Nr.4

  1. Hallo Penelope, schön, dich hier wieder zu treffen. Die Ausstellung damals war toll. Und das Bild von Sophie Calle im Marie-Eisabeth-Lüders-Haus hängt etwas versteckt. Ich habe der Pressestelle von der Serie auf Berlin-Woman berichtet. Die waren begeistert und meinten gleich, wir sollten eine offizielle Führung mit dem Kurator organisieren. Die wollten gleich Wolfgang Thierse hinzuziehen, aber vielleicht war das nur in Whalkampfstimmung:-)

  2. Seit ihrer großen Ausstellung im Gropiusbau gehört Sophie Calle zu meinen erklärten Favoritinnen. da muss ich ja unbedingt ins Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Danke für den Hinweis *-*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.