Berlin-Women: Die Karpfenjule

Berlin-Women

Vor dem ehemaligen Ratskeller des Treptower Rathauses hat sich eine kräftige Frau in Schürze aufgebaut. Sie stützt die Hände in die Hüften und schaut jedem keck ins Gesicht. Es ist die Karpfenjule. Sie ist eine Bronzeplastik in Lebensgröße, die seit ihrer Aufstellung im Jahr 1998 als Symbolfigur von Treptow gilt. Im Unterschied zum Hauptmann von Köpenick hat sie keinen wahren Ursprung. Sie verkörpert die selbstbewußte,  witzige und lebensbejahende Fischverkäuferin, wie es sie in der langen Treptower Fischereitradition vielfach gab. Ganze Familien lebten vom Fischfang und Fischhandel. Ein natürliches und funktionstüchtiges Geschäftsmodell, bei dem Ware und Verkauf unter einem Dach blieben! Die Karpfenjule wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der Autorin, Journalistin, Schauspielerin und Treptower Ehrenbürgerin Ursula Eichelberger und dem Grafiker Peter Dietsch entwickelt. Sie ging aus einem Ideenwettbewerb des Bezirks hervor und wurde von der Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ finanziert.

Neues Rathaus, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin

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