Künstlerinnen an die Macht! Kunstwerke von Frauen im Deutschen Bundestag, Nr.1

Katharina Sieverding, Mahnmal 1999, Reichstag, Foto: Berlin-Woman

Auch die BRD ist Sammlerin und Auftraggeberin. Ab Mitte der 1990er Jahre erteilte sie im Rahmen eines „Kunst am Bau“-Programms Werkaufträge für die Regierungsbauten. Unter den 111 Künstlern sind 8 Frauen (7 % Frauenquote) verzeichnet. Letzteren gilt die aktuelle Serie von Berlin-Woman “Künstlerinnen an die Macht“:

Ein große Fotoinstallation schmückt die Gedenkstätte für verfolgte Abgeordnete in der Westlobby des Deutschen Reichstags. Rote Flammenwellen einer Sonnenkorona erstrecken sich über die fünf schmalen Tafeln. In der Mitte befindet sich eine überdimensionale rötlich eingefärbte Röntgenaufnahme eines Rückgrats mit Krebstumor. Sie ist von einem halbtransparenten Kreis eingefasst. Feuer, Wucherung, Tod und Verderben sind die „adhoc“-Assoziationen, die sich beim Betrachten des Auftragswerks von Katharina Sieverding einstellen. Doch die berühmte Fotokünstlerin will mehr: Das Flammentor leitet den Blick der Besucher/innen nicht nur in die nationalsozialistische Vergangenheit sondern schärft ihn ebenso für die Zukunft. Als beispielhafte Kämpfer für die Demokratie sind die verfolgten und ermordeten Reichstagsabgeordneten mit Bild und Biografie in 3 Gedenkbüchern geehrt, die auf Holztischen vor dem Wandbild zur Einsicht vorliegen.

Die Berlin-Woman Katharina Sieverding (*1944) ist eine der führenden Fotokünstler/innen unserer Zeit. Mehr dazu morgen auf Berlin-Woman …

Infos zur Reichstagsbesichtigung

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