Berlin-Women: Vera Schwarz (1888-1964)

Die berühmte Opern- und Operettensängerin Vera Schwarz, Tochter des kroatisch-ungarischen Erfinders David Schwarz, debütierte 1908 in Wien, wurde an der Grazer Oper engagiert und ging 1911-1913 an das Wiener Johann Strauß-Theater. 1914 kam sie an das Hamburger Stadttheater und gehörte 1918-1922 zum Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Gastauftritte an der Wiener Staatsoper machten sie zum Wiener Publikumsliebling, sie sang die Titelrolle in Carmen, Tosca, in den Meistersingern, in der Walküre, in Figaros Hochzeit u.a. großen Opern. Neben zahlreichen internationalen Auftritten war sie bis 1933  auch am Metropoltheater und wieder an der Staatsoper in Berlin verpflichtet. Als Partnerin des berühmten Tenors Richard Taube wurde sie zudem im Operettenfach berühmt. 1920-1933 lebte Vera Schwarz am Kurfürstendamm 71. 1933 verließ die jüdisch stämmige Künstlerin das Nazideutschland und ging nach Wien. 1938 floh sie nach England und emigrierte 1939 in die USA, wo sie überwiegend als Konzertsängerin tätig war. Nach ihrer Rückkehr nach Wien 1948 gab sie Meisterklassen. Ihre tragende Stimme ist wunderbar leicht und anrührend zugleich.

Für Berlin-Woman singt sie „Glück, das mir verblieb“ aus der Oper „Die tote Stadt“.

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