Käthe Kollwitz Preis 2011: Janet Cardiff & George Bures Miller

kreative Unternehmer/innen

Seit 1960 vergibt die Akademie der Künste Berlin den Käthe Kollwitz-Preis. Er ist eine ehemalige DDR-Stiftung und geht an Künstler/innen mit einem großen und bemerkenswerten Gesamtschaffen. Der Preis schließt eine Ausstellung und 12.000 Euro ein. Unter den 51 Preisträgern sind bisher 13 Künstlerinnen (21 %).  Die diesjährigen Gewinner sind Janet Cardiff & George Bures Miller, ein kanadisches Künstlerpaar. Berlin-Woman hat sich ihre Ausstellung in der Akademie angeschaut:

Auf einer beleuchteten Bühne agieren zwei vogelähnliche Roboter. Sie drehen sich hin und her und beugen sich über eine leere verstellbare Liege. Aus ihren Armröhren knallt immer wieder ein Metallstift heraus, den die Wesen agressiv auf die Liege richten. Aus einem Lautsprecher dröhnen Musik und Anweisungen. Es herrscht eine verstörende Stimmung. Berlin-Woman denkt an Folter, medizinische Experimente und das „personifizierte Böse“,  Szenen aus Filmen, der Presse und den Medien erscheinen vor dem inneren Auge. Das Künstlerpaar Janet Cardiff & George Bures Miller arbeitet mit den Erinnerungen und Vorstellungen ihrer Betrachter/innen. Auf akustisch-visuellem Weg zeigen sie, was sich in unseren Köpfen abspielt, ob zu Gewaltthemen wie in der Installation „The Killing Machine“ oder zu Träumereien, die die Töne von Folk-Musik, Hollywoodfilmen, Kindergesang und Literaturlesungen in „The Cabinet of Couriousness“ erzeugen. Eine Ausstellung, die einen Kontrast zur Parallelausstellung von Gina Burdass in der Akademie der Künste bildet.  Berlin-Woman wird berichten.

Käthe Kollwitz-Preis 2011: Janet Cardiff & George Bures Miller, Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Di-So 11:00-20:00 Uhr, 5/3 €, bis 14.08.2011

Käthe Kollwitz Preis

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