Berlin-Women: Anna Louisa Karsch (1722-1791)

Anna Louisa Karsch, Porträt von Carl Christian Kehrer, Bild: Wikipeda

Anna Louisa Karsch, „die Karschin“ genannt, ist eine deutsche Dichterin. Das Schreiben war ihre Berufung, von dem sie auch zwei unglückliche Ehen und 7 Kinder nicht abhalten konnten. Ihre Gedichte zu Familienfeierlichkeiten machten sie in ihrem Heimatland Polen und Schlesien bekannt. Ihre Lobeshymen auf Friedrich II. führten sie 1761 nach Berlin. Dort trug sie in den literarischen Salons vor. Gotthold Ephraim Lessing, Johann Georg Sulzer, Karl Wilhelm Ramler und Moses Mendelssohn förderten sie, Johann Wilhelm Ludwig Gleim erklärte sie zur „deutschen Sappho„, mit Goethe war sie im regen Schriftaustausch. Auch verkehrte Anna Louisa Karsch am Hof der Königin Elisabeth Christine von Preußen und pflegte Kontakte zu Prinzen und Adeligen. Dennoch erlebte sie immer wieder schwierige finanzielle Zeiten, die erst durch die Unterstützung von Friedrich Wilhelm II. 1789 ein Ende fanden. Das Grab der Karschin an der Sophienkirche in Berlin-Mitte trägt die Inschrift „Kennst Du, Wandrer, sie nicht / So gehe und lerne sie kennen.“ Eine Gedichtprobe folgt auf Berlin-Woman.

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