Berlin-Women: Hilde Domin (1909-2006)

Die Dichterin Hilde Domin war am Montag Thema in der Akademie der Künste Berlin. Heute ist sie unsere Berlin-Woman:

Dr. Hilde Domin, geb. Löwenstein,  stammte aus einer jüdischen Familie. Sie studierte Jura, Sozial- und Staatswissenschaften sowie Kunstgeschichte. In Berlin, wo sie 1930-1933 an der Humboldt-Universität in Berlin immatrikuliert war, erlebte die Sozialdemokratin die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Das bewog sie und ihren zukünftigen Mann Erwin Walter Palm zur Ausreise nach Italien1939 floh das Paar weiter über England und Kanada in die Dominikanische Republik. 1949 begann Hilde Domin ihre schriftstellerische Karriere. Sie verfasste Gedichte, Essays, Erzählungen und Romane, sie war als Übersetzerin und Herausgeberin tätig, sie las in Gefängnissen, Schulen und Kirchen. 1954 kehrte Hilde Domin nach Europa zurück und lebte in Deutschland und Spanien.  Nach Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz und Christa Wolf hielt sie 1987/88 als 4. Frau die Poetik-Vorlesungen an der Universität in Frankfurt/M.  2005 bekam die preisgekrönte Autorin die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik.  Der unverwechselbare Stil von Hilde Domin vereint innere Sprachbilder mit einer großen Realitätsnähe.

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