No sex please? Christina von Braun über Gender und Genkontrolle

Berlin-Mitte

Am 21.05.2011 kam ein hochkarätiges Podium (Jutta Brückner, Christina v. Braun, Marlene Streeruwitz und Ines Kappert) zum Thema  Feminismus zusammen. Ein unerwartet spannender Abend, dem Berlin-Woman 2 Folgen widmet:

Im zweiten Veranstaltungsteil stellt die Kulturwissenschaftlerin, Theroetikerin, Filmemacherin und Berlin-Woman Christina von Braun hochbrisante Thesen auf. Der Feminismus, in Deutschland ein ungeliebtes Kind, in den USA und Skandinavien vielseitig ge/benutzt, hat den Begriff  „Gender“ (Geschlecht) massiv verändert. Seit den Sufragetten vor 100 Jahren haben die XXs viel erreicht: das Wahlrecht, das Unistudium,  das Scheidungsrecht, Gewaltschutz und das Recht zu Geschäftsabschlüssen.  Genau in diesem Jahrhundert löste sich auch die biologische Zuweisung des Gender zugunsten einer symbolischen auf. Denn Mikrobiologie und Genforschung haben die sexuelle Fortpflanzung unnötig gemacht. Retortenbabies, Leihmütter, künstliche Samen- und Eierdeponien sorgen für eine viel sicherere und lukrativere Genreproduktion. Als Konsumentinnen und Produzentinnen sind Frauen Teil dieser Marktwirtschaft geworden.  1/4 aller Menschenhändler weiblich, weibliche Pornostars und Prostituierte rühmen sich heute als Feministinnen.  Sind wir erneut an einem Turning Point angelangt?  Feminismus ist keine einheitliche Bewegung mehr, Feminismus ist ein Denkansatz, der die Freiheit der symbolischen Geschlechter schützen muss.

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