Berlin-Women: Masha Kaléko (1907-1975)

Masha Kaléko (Golda Malka Aufen) ist Dichterin und Vertreterin des Typus „Neue Frau“  der 1920er Jahre.  Ihre Schul-und Studienzeit verbrachte sie im jüdischen Scheunenviertel in Berlin. Nach einer Bürolehre besuchte sie Philosophie- und Psychologiekurse an der Lessing-Hochschule und der (heutigen) HU. 1928 heiratete sie den Hebräisch-Lehrer Saul Aaron Kaléko und nach ihrer Scheidung 1938 den Dirigenten Chemjo Vinaver.  Ihr Kontakt zur Avantgarde, sie lernte u.a. Erich Kästner, Else Lasker-Schüler und Joachim Ringelnatz kennen, wies ihr den Weg in die Großstadtlyrik.  1929 veröffentlichte Maska Kaléko die ersten Gedichte. 1933 kam ihr vielgelesenes „Lyrisches Stennogrammheft“ heraus, das noch im selben Jahr der nationalsozialistischen Bücherverbrennung zum Opfer fiel, aber 1935 wieder aufgelegt wurde. 1938 wanderte sie mit Mann und Sohn in die USA aus, wo sie als Werbetexterin und Journalistin tätig war.  1960 verweigerte Masha Kaléko den Fontane-Preis der Westberliner Akademie der Künste, da in der Jury das ehemalige SS-Mitglied Hans Egon Holthusen saß.  Im selben Jahr ging sie mit ihrem Mann ins Israelische Exil. Kalékos Gedichte sind ironisch-zärtlich und in einer zeitlos-direkten Sprache verfasst.  Kostprobe folgt.

Gedichte von Masha Kaléko

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