5 Jahre Berliner Gründerinnenzentrale. Ein Interview mit der Projektleiterin Antje Ripking

Die Berliner Gründerinnenzentrale feiert in diesem Jahr ihr 5-jähriges Bestehen. Die Projektleiterin, Graphik-Designerin und Marketing-Fachfrau  Antje Ripking hat Berlin-Woman ausführlich informiert:

BW: Frau Ripking, wie kam es zur Gründerinnenzentrale, wer hatte die Idee?

AR: Die Genossenschaft „Weiberwirtschaft“ hat Frauen neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, dem Vermieten und Verwalten des größten Unternehmerinnenzentrums Deutschlands, stets ehrenamtlich beraten. Daraus entwickelte sie das Konzept der Gründerinnenzentrale und legte es dem Senat für Wirtschaft, Technologie und Frauen vor. Anfang 2006 startete das Förderprogramm. Seitdem ist es ein Projekt der Weiberwirtschaft mit engen personellen, räumlichen und Netzwerk-Verknüpfungen.

BW: Was ist das Programm der Gründerinnenzentrale?

AR: Mit unseren drei Standbeinen: Information, Unterstützung, Vernetzung von Frauen ist die Gründerinnenzentrale Erstanlaufstelle für Gründerinnen oder Interessentinnen, die sich über die Selbstständigkeit informieren wollen. Zu uns kommen jährlich 1.500 Frauen. 1 x im Monat veranstalten wir einen Stammtisch, bieten einen Fachvortrag an, organisieren Fachforen, 2 x im Jahr gibt es Netzwerktreffen, 3 x im Jahr die Auftaktveranstaltung zur Bildung von Erfolgsteams. Das ist ein Selbstcoachingansatz aus den USA nach Barbara Sher. Wir empfehlen Frauen-freundliche Stellen zur Weiterberatung, -bildung und -planung. Auch initiieren wir gemeinsam mit der Weiberwirtschaft ein jährliches Mentoring-Programm,

BW: Was ist das Motto der Gründerinnenzentrale in diesem Jahr?

AR: Es gibt empirische Untersuchungen über weibliche Angestellte, die nachweisbar 25 % weniger verdienen als die männlichen Kollegen. Bei den Selbständigen sind es sogar 34%.  Es bestehen große Defizite in Vermarktung, Akquise und Marketing. Deshalb lautet unser diesjähriges Motto: Frauen und Geld.

BW: Haben Sie einen Wunsch für die Gründerinnenzentrale?

AR: Mit unseren vier Teilzeitstellen sind wir an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen. Schön wäre es, wenn wir unsere Projekte weiter ausbauen könnten. Ideen haben wir viele! Meine Zukunftsvision ist die, dass spezielle Angebote für Frauen nicht mehr notwendig sind, weil Frauen nicht mehr benachteiligt, sondern Männer und Frauen gleich behandelt und bezahlt werden.

Gründerinnenzentrale in der WeiberWirtschaft, Anklamer Straße 39/40, 10115 Berlin, 030-44 02 23 45, info@gruenderinnenzentrale.de

2 Gedanken zu „5 Jahre Berliner Gründerinnenzentrale. Ein Interview mit der Projektleiterin Antje Ripking

  1. Hier bekommt frau wirklich die kompetentesten Informationen rund um’s Thema Gründung in und um Berlin! Weiter so liebe Andrea Schirmacher, liebe Antje Ripking, liebe Ulla Schweitzer und liebe Jeannette Zeidler!

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