Heinrich-Mann-Preis an Marie-Luise Scherer

Berlin-Mitte

Am 03.04.2011 hat die Akademie der Künste Berlin den Heinrich-Mann-Preis an Marie-Luise Scherer verliehen.

Marie-Luise Scherer (*1938) ist eine preisgekrönte Schriftstellerin. 1974-1988 arbeitete sie für den SPIEGEL und machte sich mit ihren Reportagen einen Namen.  Sie schrieb über das Schicksal einer jungen oberfränkischen XX, deren Leiche nach Jahren auf einem Berliner Dachboden entdeckt wurde. Über einen Wachhund, dessen Terrain die Ostseite der Mauer mit dem Todesstreifen war. Über ein Familien-Heroindrama, französische Adelige, Berlin-Kreuzberg und Kubanische Restaurants. Ihre Berichte gehen zwar von realistischen Gegebenheiten aus, entfalten jedoch weit darüber hinaus eine große sprachliche Kraft und Brillanz. Sie sind Literatur und werden als solche ausgezeichnet.  Marie-Luise Scherer erhielt ua. den Theodor Wolff-Preis, den Egon Erwin Kirsch-Preis und den Ludwig-Börne-Preis. 1988 erschien „Ungeheurer Alltag. Geschichten und Reportagen“ mit einer Auswahl ihrer Texte.  2004 brachte sie den Band „Der Akkordeonspieler. Wahre Geschichten aus vier Jahrzehnten“ heraus.  Am Sonntag erhielt die Autorin den Heinrich-Mann-Preis, der seit 1953 von der Berliner Akademie der Künste verliehen wird und mit 8.000 Euro dotiert ist.  „Scherer … hat einen proustschen Sinn fürs Detail. Ihre Kunst-Reportagen sind ins Novellistische spielende, abgründige, filigran komponierte und sprachlich meisterhafte Piècen von fast ungeheurer Akkuratesse“lautet das Urteil der Jury.

Akademie der Künste

Lese-Beispiel: Marie-Luise Scherer, über den Frauenmörder Thierry Paulin


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