Spreeperlen Berlin – Stadt der Frauen: Die Ausstellung zum Buch

Berlin-Schöneberg

2010 brachte die Senatsverwaltung für „Wirtschaft, Technologie und Frauen“ zusammen mit der „Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten“ ein Handbuch über die Berliner XXs gestern und heute heraus.  Berlin-Woman berichtete.  Nun gibt es eine Ausstellung zu den „Spreeperlen Berlin – Stadt der Frauen„.

Frauen in Berlin: Das sind Biographien, Stätten, Vorkommnisse und zahlreiche gesellschaftliche, soziale und politische Fragestellungen. Eine Ausstellung, die derzeit durch Berlin tourt und aktuell in der Urania zu sehen ist, zeigt, wie das Handbuch „Spreeperlen Berlin – Stadt der Frauen“ diese breite Thematik anschaulich gemacht hat.  Auf Stellpostern werden die sieben Kapitel des Bandes vorgestellt: Avancen, Couragen, Emotionen, Koloraturen, Malochen, Miseren und Oasen.  Wir lesen vom Bildungshunger, den Frauen wie Gertrud Dorka (erste Direktorin des Museums für Vor- und Frühgeschichte), Melli Beese (Luftfahrtpionierin) und Rahel Varnhagen (erste Salonière)  gegen alle Widerstände gestillt haben.  Wir erfahren von Frauen-Finanzierungsprojekten (Goldrausch), vom „Berliner Frauenpreis“ und den Berliner Frauen-Zentren. Wir lernen, dass sich bereits in den 1920er Jahren Beratungsstellen für sexuelle Aufklärung und das Recht auf Abtreibung engagierten (dank der Medizinerin Käte Frankenthal), heute ist das FFGZ (Feministische Frauen Gesundheitszentrum) eine kompetente Anlaufstelle.  In allen Kapiteln spannt „Spreeperlen“ den Bogen von gestern zu heute auf. Themen wie Armut, Prostitution, Migration und Gewalt sind ebenso aktuell, wie der Kampf von Rosa Luxemburg (Revolutionärin), Alice Salomon (Soziologin), Lise Meitner (Kernforscherin) oder Elisabeth Selbert (Sozialdemokratin) für mehr Rechte und Menschlichkeit.  Nicht zuletzt beweisen das die vielen mutigen, kreativen und aktiven Berlin-Women, die sich auch heute ein lebenswertes Berlin auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Spreeperlen Berlin – Stadt der Frauen, die Ausstellung zum Buch, Urania, An der Urania 17, 10787 Berlin, bis 13.04.2011, Mo-Fr 14:00-21:00 Uhr, am WE auf Anfrage: 030 2189091, Eintritt frei.


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