Die Würde des Menschen: Fotografien von Dana Gluckstein

Berlin-Kreuzberg

Die Katastrophe in Japan paralysiert, sie macht sprachlos.  So geht es Berlin-Woman und zur Ablenkung hat sie sich die Ausstellung „Dignity“ im Willy-Brandt-Haus angesehen. Denn dort ist die Würde der Menschheit Thema. Passend dazu fand am selben Ort  eine Pressekonferenz mit Sigmar Gabriel statt, der den Ausstieg aus der Atomenergie forderte!

Es gibt 370 Mio. Indigene: Zugehörige der Naturvölker, auf der Welt. Erst 2007 machten die Vereinten Nationen die Menschenrechte für die indigenen Bevölkerungsgruppen geltend. Die US-Fotografin Dana Gluckstein widmet sich seit mehr als 20 Jahren den alten Kulturen, deren Vertreter/innen sie mit ihrer Hasselblad-Kamera einfängt. In der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus zeigt sie nun einen Querschnitt ihrer Schwarzweiß-Arbeiten. Es sind Portraits von jungen und alten XXs und XYs, Dorf-Einwohnern, Tänzer/innen, Priestern, Bauern, Arbeiter/innen, Heilern, Schamanen und Kriegern. Sie stammen aus Namibia, Sambia, Kenia, Australien, Haiti, Mexiko, Buthan u.a. Sind es die Blicke der Fotografin, oder sind es ihre Modell, die sich gewandelt haben? Die Bilder aus den 1980ern und 90ern wirken so, als ob die Dargestellten die Kamera nicht bemerken würden. Das Resultat sind sehr verinnerlichte Aufnahmen. Heute zeigen sich die Indigenen selbst- und medienbewußt. Stammes-Schmuck und -Kleidung mixen sie unbeschwert mit westlichen Jeans, T-Shirts und Handys. Das Wissen um ihre Herkunft und Zugehörigkeit ist zum Teil des Bildes geworden. Darin zeigt sich ein neuer Stolz, mit dem die Naturvölker mehr Respekt und Achtung verlangen. Eine unbedingt sehenswerte Ausstellung!

Dignity. Die Würde des Menschen. Fotografien von Dana Duckstein. Willy Brandt-Haus. Stresemannstr. 28, 10963 Berlin, Di-So 12:00-18:00 Uhr, Eintritt frei, bis 25.03.2011.

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