Die Mezzosopranistin Sabra Lopes und ihr aktuelles Programm „Alpenglühn“

Berlin-Charlottenburg

Sabra Lopes und Jarkko Riihimäki traten letztes Wochenende mit „Alpenglühn“ im Café-Theater Schalotte auf. Die musikalisch-literarische Winterauskehr war ein erfrischendes Musikerlebnis und echt intelligentes Entertainement:

Was hat Franz Schubert mit Georg Kreisler zu tun? Das Programm „Alpenglühn“, das die Mezzosopranistin Sabra Lopes und der finnische Pianist Jarkko Riihimäki am vergangenen Samstag und Sonntag vorstellten, gibt die Antwort: Sie helfen beim „Frühjahrsputz“. Thema des Abends war alles, was der Übergang vom Winter zum Frühling mit sich bringt: ein letztes Schneegestöber, Aufbruch- und Reisestimmung und nicht zu vergessen, den Föhn. Sabra singt von einer launigen Wienreise (Ernst Jandl), einer Wanderniere (Georg Kreisler) und von „Zwischenorten“ (Thomas Bernhard). Auch kommt die Liebe zur Sprache: Es ist die Liebe zwischen Schuhen (Lopes wunderbare Nachdichtung auf Schuberts Frühlingstraum), die Liebe auf Finnisch und die Liebe zu einem dreiäugigen Mädchen (Kreisler).  Der lebendige Wechsel von Klassik, Chansons, „Schmankerln“ und den eingeflochtenen Texten erlaubt uns zu lachen, nachzudenken und zu träumen.  Und verzichtet so ganz auf die Schwere eines klassischen Liederabends, ohne auf die Klassik zu verzichten.

Sabra Lopes, die zuerst Schauspiel und dann klassischen Gesang an der Berliner Hanns-Eisler-Hochschule studiert hat, liebt den Witz, die Ironie und die Emotion. Das inspiriert sie zu ihren Liederprogrammen: „Ab morgen glücklich“, „Geliebte Rivalin“ oder „Heillos vergnügt“. In der zweiten Jahreshälfte ist Sabra Lopes in den Kinderopern „Elfenzauber“,  „Kranichflug“ und „Dornröschen“ zu erleben.

 

Sabra Lopes

Ab morgen glücklich

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