Berlin-Womam live beim 25. Teddy-Award 2011

Berlin-Tempelhof

Die Berlinale ist leider schon fast wieder vorbei. Das heißt aber auch, dass wir so langsam aber sicher die Gewinner/innen der Bären und Teddies erfahren. Die Spannung steigt. La Peperonata war gestern abend zum 25. TEDDY-AWARD, dem queeren Berlinale-Preis,  im Flughafen Tempelhof geladen:

Die Teddypreisträger mit Wieland Speck
Die Teddypreisträger mit Wieland Speck

Ich eile um 20:30 Uhr aus der U-Bahn am Flughafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke, an der Hungerharke vorbei zum Flutlicht beleuchteten Flughafen. Schnell den Mantel bei den XY-Gardrobieren abgegeben, Pressebändchen besorgt und dann nichts wie rein in die Haupthalle. Economy-Class, um 21:10 Uhr starten wir. Die netten Nachtflugbegleiterinnen von MANEO ( Berlin’s Gay Anti-Violence-Project) fordern uns auf, Platz zu nehmen und geben uns Infos, wie wir „safe“ durch die Nacht kommen. Dann heben wir ab zu einem bunten, unterhaltsamen Abend. Durch den führt uns Annette Gerlach von ARTE. Ein Höhepunkt ist die Berlin-Woman Romy Haag . Sie singt „Heros“ von David Bowie auf Deutsch. Es ist natürlich viel Prominenz da. Unser „Großstadthäuptling“ Wowi sitzt im Publikum, Renate Künast und Herrn Beck von den Grünen habe ich gesehen, Rosa von Praunheim, der auch noch eine erregte Rede hält. Kurz lässt sich auch Dieter Kosslick blicken und hat Geschenke in Form von Berlinale-Bären mitgebracht. Die bekommen Klaus Wowereit und Wieland Speck zugeworfen, dann eilt Kosslick weiter zum nächsten Berlinale-Termin. Dazu muss XX wissen, dass die Berlinale dem Teddy fast den Geldhahn zugedreht hätte, wenn sich der Regierende nicht mit einem Telefoncall für ihn stark gemacht hätte.
Das Publikum ist erstaunt und begeistert von Pieter-Dirk Uys alias Evita Bezuidenhout, die „berühmteste weisse Frau Südafrikas“, wie sie von Nelson Mandela genannt wurde. Für die Darstellung der Evita Bezuidenhout und seinen Kampf gegen AIDS in Südafrika bekommt er an diesem Abend auch noch einen Special Teddy-Award von der südafrikanischen Interims-Botschafterin in Berlin überreicht.
„But
the Teddy for the best film goes to“: AUSENTE von Marco Berger, einem argentinischen Thriller. Nachdem alle Preisträger geehrt wurden, kann die Party in den Lounges beginnen. Ich tanze bis eins in der rosa Lounge mit Blick auf das ehemalige Rollfeld. Hier legt Vikki Red auf. Ihr Händchen für die richtige Wahl der Platten ist ihr Markenzeichen. Heute Nacht verwöhnt sie uns mit Funk, Soul und Disco.

Alle anderen Gewinner und mehr zur Party hier.
Die Teddy-Jury

2 Gedanken zu „Berlin-Womam live beim 25. Teddy-Award 2011

  1. Ja, liebe Carola, es war ein toller Abend, von dem nur ein kleiner Teil hier im Blog erscheinen kann. Aber dafür gibt es ja auch die Kommentarfunktion, hier kann ich noch ein bisserl mehr erzählen:

    „Der TEDDY AWARD wird zu seinem Jubiläum die Gründung der Queer Academy in Berlin initiieren und als ersten Schritt – insbesondere für die Festivals in Problemländern – Webspace und
    Videostreamingkapazitäten mit zugehöriger logistischer Infrastruktur zur Verfügung stellen und alle Festivals einladen, am Aufbau eines queeren Gedächtnisses mit zu wirken.“

    Das findet La Peperonata hervorragend!
    Alles gute für die nächsten gefühlten 50 Jahre!

  2. Oh wie beneide ich dich, La Peperonata alias Sabine. Und jetzt können wir es ja mal gestehen. Berlin-Woman hat sich nämlich den Zeh gebrochen und konnte leider zu keinem der Berlinale-Filme gehen. Wird aber nachgeholt, denn einige ihrer Favoriten laufen bald im Programm-Kino.

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