Berlin-Women: Lou Andreas-Salomé (1861-1937)

Lou Andreas-Salomé war Schriftstellerin, Salonière und Psychoanalytikerin. Sie wurde in St. Petersburg geboren. 1880 studierte sie mit einer Sondererlaubnis in Zürich Theologie und Kunstgeschichte. Nach krankheitsbedingtem Studienabbruch verfasste sie als freie Schriftstellerin psychologische und religionsphilosophische Schriften, Rezensionen, Essays, Erzählungen und Romane, teilweise unter Pseudonym. Sie war mit einigen prominenten Männern liiert bzw. befreundet. 1882 lebte sie mit dem Philosophen Paul Rée in Berlin zusammen, lernte Friedrich Nietzsche kennen, dessen Anträge sie ablehnte und heiratete 1887 den Berliner Orientalisten Friedrich Carl Andreas.  Sie gehörte dem „Friedrichshagener Dichterkreis“ und „Freundeskreis der Freien Volksbühne“ an. Gerhart Hauptmann, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Knut Hamsun, Erich Mühsam, Frank Wedekind, August Strindberg und Maximilian Harden waren ihre Dichterfreunde. Eine leidenschaftliche Affaire verband die 36-Jährige mit dem 21-jährigen Dichter Rainer Maria Rilke. 1911 erlente sie bei Sigmund Freund die Techniken der Psychoanalyse, 1915 eröffnete sie eine eigene psychoanalytische Praxis in Göttingen.  Dort lebte sie mit Andreas seit 1903. Obwohl die moderne XX eines ihrer Hauptthemen war, blieb sie auf Distanz zur XX-Bewegung ihrer Zeit. Am 12. Februar war der 150. Geburtstag von Lou Andreas-Salomé.

Ausführliche Websites zu Lou Andreas-Salomé:

Dr. med. K. Sadegh-Zadeh
Dieter Wunderlich: Buch- und Filmtipps

Fembio

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