Berlinale Retrospektive, 2011: Ingmar Bergmann und seine Darstellerinnen

Berlin-Potsdamer Platz

 

Die Retrospektive der Berlinale 2011 ist dem schwedischen Film- und Theaterregisseur Ernst Ingmar Bergmann gewidmet. Seine Filme thematisierten oft XX-Schicksale, gespielt von tollen Darstellerinnen.

Die Filme von Ingmar Bergmann entstanden von den späten 1950ern bis zu den 1980er Jahren. Thema sind Lebensdramen: Paar-, Familien- und Persönlichkeitskonflikte und -krisen, in die die Protagonist/innen unentrinnbar verstrickt sind. Für den heutigen Cineasten ist der Pathos dieser Psychodramen ungewohnt. Auch stehen bei Bergmann häufig XX-Schicksale im Mittelpunkt, was bei jüngeren XY-Regisseuren weitaus weniger der Fall ist (und dann immer ganz besonders hervorgehoben wird). Szenen einer Ehe, Schreie und Flüstern, das Lächeln einer Sommernacht, Herbstsonate, die Zeit mit Monika oder von Angesicht zu Angesicht sorgten für das Hervorkommen und den Erfolg einiger toller Schauspielerinnen, darunter Ingrid Bergmann, Bibi und Harriet Andersson, Gunnel Lindblom und Liv Ullmann.  Ullmann und Harriet Andersson sind nun anläßlich der Retrospektive nach Berlin gekommen. Die Norwegerin Liv Ullmann (* 1934) war fünf Jahre mit Bergmann verheiratet, gehörte zum festen Schauspielteam und führt seit 1992 erfolgreich selbst Regie. Die schwedische Schauspielerin Harriet Andersson (* 1932)  zählte ebenfalls zum festen Team, heute spielt sie verstärkt Theater, und 2003 sah man sie in Lars von Triers „Dogville“. Beide Darstellerinnen anerkennen den Einfluß des unvergesslichen Regisseurs auf ihre Arbeit, stellen aber auch ihren Anteil heraus.  „Er hat gegeben, wir haben gegeben“, sagt Harriet Andersson.

Ingmar Bergmann Retrospektive


2 Gedanken zu „Berlinale Retrospektive, 2011: Ingmar Bergmann und seine Darstellerinnen

  1. Lehrreicher Blogpost. Bereichernd, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.

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