Die Berlinale Kamera 2011 für Lia van Leer

Berlin-Friedrichstadtpalast

 1940 schickten ihre jüdischen Eltern Lia van Leer (*1924) nach Tel Aviv. Sie selbst wurden von den Nazis verfolgt und ermordet. Lia van Leer studierte ab 1945 an der Hebrew University, traf die Liebe ihres Lebens, den Filmproduzenten und Piloten Wim van Leer, gründete 1955 den ersten israelischen Filmclub, 1960 das Jerusalem Film Center, in den 1980er Jahren drei israelische Kinematheken, sowie das Jerusalem und das Israel Film Festival.  Seit 1991 vergibt sie den Wim van Leer-Award an junge Filmschaffende. Begonnen hatte das Paar mit privaten Filmvorführungen für Freunde in einer Zeit, in der das Fernsehn eine Seltenheit war. Lia van Leer leitete 1995 die Berlinale Jury, sie ist auf allen großen Filmfestivals mit von der Partie. Jedes Jahr bringt sie zur Berlinale eine Kiste mit Büchern von unter den Nazis verbotenen und ermordeten Autor/innen mit. Die Publikationen werden restauriert und gehen in eine Bibliothek geretteter Bücher ein.

Die Grande Dame des israelischen Films wird heute im Friedrichstadtpalast mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet.  Und dann gibt es die Dokumentation „Lia“ von Taly Goldenberg.

4 Gedanken zu „Die Berlinale Kamera 2011 für Lia van Leer

  1. Welch Zufall, ich wollte sie dir auch gerade vorschlagen! Großartige Wahl für heute und eine wundervolle, starke Frau!
    Vielen Dank!

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