Die Berlinische Galerie als Künstlerinnenort IV: Susanne Wehr

Berlin-Kreuzberg

Kann das WWW poetisch sein? fragt sich Berlin-Woman oft, wenn sie ihren Rechner an- und dann all die Spams herauswirft. Um so erfreulicher ist ihre Entdeckung in der Ausstellung „Mutations III“ in der Berlinischen Galerie. Hier zeigt Susanne Wehr ihr mediales Projekt „personal views“. Es ist die vierte Station beim Rundgang von Berlin-Woman durch den „Künstlerinnenort“ Berlinische Galerie:

Zwei Berlin-Women betrachten Susanne Wehr, Foto: Friedhelm Denkeler

Aus zahlreichen privaten Diasammlungen hat die Medienkünstlerin Susanne Wehr ein Archiv zusammen gestellt und unter Kategorien abgelegt. „Hinter Vorhängen“, Performance“, „Stimmen“ u.a. sind wie neue Bildtitel die die so vertrauten und verblassten Dia-Aufnahmen von Geburtstagsfeiern, Wohnzimmern, Kinderspielen, Kaffeetrinken aus den Jahre 1950 bis 1990 poetisch und künstlerisch aufladen. Und nicht nur das. Susanne Wehr hat die Autoren Rainer Trotzke und Birgit Szepanski hinzugezogen, die über die Bildmotive reflektieren.  Es sind Themen über Themen:  Gesellschaft, Geschichte, Vergangenheit, Erinnerung, Träume, Trauma … das Projekt ist ein äußerst vielfältiger und einfühlsamer Web-Diskurs, auf den uns die groß-bebilderte Ausstellungskoje von Susanne Wehr in der Berlinischen Galerie zurecht neugierig macht.

Mutations III, Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124 – 128, 10969 Berlin, Mi-Mo, 10-18:00 Uhr, 8/5 Euro, 4 Euro jeden 1. Montag im Monat, bis 28.02.2011

Susanne Wehr, personal views

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