Nan-Goldin in der Berlinischen Galerie, Berlin-Woman auf Zeitreise

Berlin-Kreuzberg

Manchmal geschieht es, dass wir durch einen Ausstellungsbesuch auf Zeitreise gehen. Das konnte La Peperonata alias Sabine Opderbeck neulich in der Berlinischen Galerie erfahren. Hier ist zurzeit die amerikanische Fotografin NAN GOLDIN  mit ihrer Arbeit BERLIN WORK zu sehen.

Die 1953 geborene Künstlerin verlässt nach dem Suizid ihrer Schwester mit 14 Jahren ihre Familie und lebt in der Subkulturszene von Boston und New York. Sie studiert an der School of the Museum of Fine Arts in Boston und kommt 1982 zum ersten Mal nach West-Berlin. Seitdem ist sie immer mal wieder eine Berlin-Woman, 1991 sogar mit einem DAAD-Stipendium ausgestattet.
Die Ausstellung gibt mit 80 teils noch nie gezeigten Fotografien einen umfassenden Überblick der Berliner Arbeiten. Thematisch und chronologisch präsentiert, gewähren Künstler- und Selbstporträts, Augenblicksaufnahmen einen Einblick in Person und Umfeld der Künstlerin. Ich erkenne sofort mein Berlin jener Zeit wieder. „Wo warst Du denn so unterwegs damals,“ frage ich meine Begleiterin. In Gedanken gehen wir zu den Orten:  die O-Bar, der legendäre Dschungel, das Basement am Mehringdamm, das Cafè Anfall in der Gneisenaustraße. Ach, und die Kiezdisco im besetzten Haus in der Waldemarstr. 33. Herr Lehmann lässt grüßen!

Zu den Fotos wird ein 50-minütiger Dokumentarfilm von NAN GOLDIN gezeigt. Er erzählt auf beeindruckende Weise von ihren Freunden, einige von ihnen hat sie durch die Immunschwächekrankheit Aids verloren.

Nan Goldin. Berlin Work, Fotografien 1984 bis 2009, Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124 – 128, 10969 Berlin,  bis 28.3.2011, Mo, Mi-So, 10:00 – 18:00 Uhr
Booklet zur Ausstellung

4 Gedanken zu „Nan-Goldin in der Berlinischen Galerie, Berlin-Woman auf Zeitreise

  1. Il semble que vous soyez un expert dans ce domaine, vos remarques sont tres interessantes, merci.

    – Daniel

  2. Hey Carola, schön, dass Du auch bei mir vorbeischaust und Wissen to go mit nimmst! Wie war der Salon gestern?
    Verschneite Grüße vom Prenzelberg,
    Sabine

  3. Oh ja, die Locations aus den 1980ern kenne ich auch. Nan Goldin und die Berlinische Galerie lasse ich mir nicht entgehen. Danke, liebe Sabine Opderbeck.

    P.S. Ich lese regelmäßig deinen Blog: Mobiles Wissens-Café. Sehr hilfreiche Infos!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.