Berlin-Women: Eva Bildt (1916-1945)

Eva Bildt

Die Berliner Schauspielerin Eva Bildt (1916-1945) war Halbjüdin. Unter der Naziherrschaft erlitt sie erhebliche berufliche und persönliche Einschränkungen. Nach ihrer Gesangsausbildung geriet sie unter Berufsverbot, und nach ihrer Schauspielausbildung, u.a. bei Lyda Wegener und Gertrud Wienecke war es ihr nur möglich, als Rezitatorin zu arbeiten und aufzutreten. Eine Bewerbung am Zürcher Schauspielhaus gelang aufgrund der deutschen Staatszugehörigkeit nicht. Eva Bildt, die sich christlich taufen ließ, arbeitete als Sekretärin im kirchlichen Einrichtungen, bevor sie bei Siemens & Halske in den Arbeitsdienst kam. Ihre Heirat mit dem evangelischen Pfarrer Helmut Gollwitzer wurde nicht genehmigt. 1945 beging die Künstlerin Selbstmord. Ruth Pabst und Friedrich Künzel haben den Briefwechsel „Ich will Dir schnell sagen, dass ich lebe, Liebster. Briefe aus dem Krieg 1940-45“ herausgegeben.

Heute, am 09.12.2010 liest Martina Gedeck aus den Briefen von Eva Bildt, Berliner Stadtmission ev. Kirche, 19:00 Uhr, Lenaustr.4, 12047 Berlin, 6/4 Euro, Anmeldung 030 69596659

3 Gedanken zu „Berlin-Women: Eva Bildt (1916-1945)

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  2. Liebe Berlin-Woman,
    das war wirklich ein toller Tipp. Ganz kurz vorher gelesen, bin ich 1 h später schon in der Stadtmission. Martina Gedeck las diese schönen, wenn auch traurig anmutenden Briefe mit ihrer wundervollen Stimme, und öffnete damit den Blick zurück auf das, was hier in meiner Nachbarschaft auch geschah. 1000 Dank!

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