Marilyn Monroes „Last Sitting“ im Berliner Schloss Britz

Berlin-Britz

Marilyn Monroe war diese Woche eine Berlin-Woman. Heute geht es um ihre Kunst:

 

Marilyn Monroe, Foto aus der Ausstellung, uf

Es war ein Auftrag für die Vogue. Bert Stern sollte 1962 Marilyn Monroe für die Sommerausgabe fotografieren. Er wollte das „ultimative“ Bild“ schießen, doch es sollte  anders kommen. Man traf sich zu drei Sitzungen, mehrere Stunden, ja eine ganze Nacht arbeiteten der Fotograf und der Star zusammen. Es entstanden 2.700 Aufnahmen. Dokumentiert sind sie im Fotoband „The last Sitting“ (1992), aktuell zeigt die Berliner Kulturstiftung Schloß Britz eine Auswahl. Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Seiten des amerikanischen Sexsymbols. Verspielt, verträumt, ernsthaft, traurig, heiter und ausgelassen. Auf manchen Fotos, auf denen sich die unbekleidete Marilyn mit einem farbigen Schal dekoriert, ist sie das junge Mädchen. Auf anderen, auf denen sie „das kleine Schwarze“ und andere Designerroben vorführt, ist sie der gedankenverlorene Star, die weise alte Schauspielerin. Die Modeaufnahmen, die die Vogue wünschte, interessierten weder den Fotograf noch sein Model. Sie führten ein einmaliges fotografisches Zwiegespräch über die Ausdrucksfähigkeit, Sensibilität und Verletzbarkeit des Weltstars. Marilyn starb 6 Wochen später an einer Barbiturat-Vergiftung. Die Vogue brachte acht strenge Schwarzweißaufnahmen. Bert Stern wurde berühmt, auf seine Person geht der Kultufilm „Blow Up zurück. Bis heute profitiert er von dieser letzten Fotositzung.

Am 4.12. ist lange Monroe-Filmnacht im Schloss Britz.

Marilyn Monroe. The last sitting. Schloss Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin. U7 Parchimer Damm, Bus 181 Britzer Damm. Eintritt 7/5 Euro. Bis 30.1.2011

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