Me and the Cameron Method III. Klodia Wise über die Kreativitätsmethode von Julia Cameron

Julia Cameron hat vor mehr als 20 Jahren eine Kreativmethode entwickelt und den Bestseller „Der Weg des Künstlers“ geschrieben. Unsere Mitbloggerin Klodia Wise beschäftigt sich intensiv mit dem Cameron-Ansatz und wird nun einmal in der Woche und insgesamt 12 Mal berichten. Teil 3: Zweifel

Turbulenzen, Foto: Klodia Wise

Zweifel ist unser Feind. Jedesmal, wenn dich der Zweifel packt, spuck ihn heraus, sagt Julia Cameron. Hm ja, das mache ich gerne, aber gerade wenn man zweifelt, denkt man nicht ans Herauslassen. Im Gegenteil, man hält alles zurück. Man zweifelt halt: an sich selbst, an den Freunden, der Familie, an unserem Job, und vor allem an den eigenen Projekten. Alles ist blockiert, nichts läuft mehr, alles läuft schief. So glaubt man zumindest. Dazu empfiehlt Cameron: Höre auf deine Sinne, sei in der Gegenwart. Aber das mache ich doch, wo bin ich sonst? Bei unserer dritten Sitzung müssen wir genau beschreiben, wie wir leben. Ich liebe diese Gruppenarbeit, bei der man den anderen Teilnehmern zuhören soll: Was sie erleben, was sie denken, wie sie reagieren. Und klar, auch sie finden Camerons „Weg des Künstlers“ nicht einfach. Unterwegs aber gibt’s so viele Endeckungen, über uns, über andere, und ganz einfach über das Leben…See you next week

eure Klodia Wise

Ein Gedanke zu „Me and the Cameron Method III. Klodia Wise über die Kreativitätsmethode von Julia Cameron

  1. …nicht nur „Zimmerwind“ von Gisela Weimann gibt es noch zu hören und zu sehen, auch noch eine Einzelausstellung in der galerie futura in der Wiesbadenerstraße 83 bis zum 3. 12. 2010.

    Öffnungszeiten:
    Die – Do, 15:00 -18:00 Uhr
    Fr 16:00 – 19:00 Uhr

    Am 3. 12. von 16:00 – 19:00 Uhr laden die Gaelristin und die Künstlerin zu einer Finissage ein.

    >http://www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de/www.giselaweimann.de<

    LA NOTTE BLU

    Performances und Ausstellung / Venedig-Berlin

    Teatro Fondamenta Nuove – Associazione Culturale Italo-Tedesca – galerie futura Berlin

    Der Ausstellungstitel La Notte Blu gibt die poetisch-melancholische Stimmung wieder, die Gisela Weimann während ihres Aufenthaltes als Gast der Emily Harvey Foundation in Venedig (2009) empfunden hat und die Anregung und Ausgangspunkt für das Gesamtprojekt sind.

    Veranstaltet von der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft in Venedig fand am 1. Oktober 2010 im Teatro Fondamenta Nuove ein musikalisches Programm mit zwei Tanzstücken und einer inszenierten Klanginstallation statt: „Bläserballett I/Aurora“ (Komposition Franz Martin Olbrisch, gefördert vom Amt für Bildung und Kultur, Trep-Köp), „Bläserballett II/Notturno“ (Komposition Marcelo Toledo, ein Auftragswerk des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, UA) und „Pea(ce Soup“ (Komposition Pauline Oliveros, der zweite Gang aus Weimanns „Küchensymphonie in fünf Gängen mit Verköstigung“, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, UA).

    Die Ausstellung in der galerie futura dokumentiert diese Aufführungen, stellt weitere Projekte der Künstlerin vor und gibt mit großformatigen Computerausdrucken einen Einblick in ihre temporären, ortsbezogenen Klanginstallationen und Performances seit 1989. Dazu sind Originalentwürfe, Kostümskizzen und Kostüme, Videos und die Klanginstallation mit Hüten aus Küchenutensilien zu Pauline Oliveros Komposition zu sehen.

    Seit den 1980er Jahren sind die Arbeitsschwerpunkte der in Berlin lebenden Künstlerin Gisela Weimann Klanginstallationen und experimentelle Musiktheater Produktionen, an denen Künstler/-innen und Theoretiker/-innen mehrerer Fachrichtungen und unterschiedlicher nationaler Herkunft beteiligt sind. Häufig verwendet sie Spiegel als Arbeitsmaterial, archetypisches Symbol der Selbstbefragung und Medium der Kommunikation. Das zentrale Thema ihrer Reflexionen und bildnerischen Untersuchungen sind dabei der Mensch, die ihn umgebenden Räume und die Zeit – Zeit als Erinnerung, Traum und Jetzt, der Mensch in der Selbstbetrachtung und als ’Anderer’ / die ’Anderen’.

    Um mit den ‚Anderen’ kreativ zusammenarbeiten zu können, erfindet sie kooperative Projekte. Sie enthebt vorgefundene architektonische Details beim „Treppentheater rauf und runter“ ihrer normalen Funktion, verwandelt Alltagsgegenstände in Kunstwerke und Alltagsereignisse bei der „Oper für 4 Busse“ und der „Küchensymphonie in fünf Gängen mit Verköstigung“ in komplexe kommunikative Prozesse, mit dem Anliegen, anregende Arbeitsprozesse in Gang zu setzen und spielerisch neue Formen zeitgenössischer Kunst zu vermitteln. Mit ihrer Gruppe „Weimann Sisters Limited“ (Michael Schlabes, Daniel Ploeger, Winfried Rager und Theo Nabicht) realisiert sie seit 2006 experimentelle Tanzprojekte.

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