Berlin-Women: Herta Müller

Herta Müller (* 1953) stammt aus Rumänien und ist seit 2005 eine Berlin-Woman. Was können wir von der 2009 gekürten Nobelpreisträgerin lernen? Sie arbeitete als Übersetzerin, als Lehrerin, Kindergärtnerin und Dozentin für Deutsch. In Rumänien war sie im steten Konflikt mit dem totalitären Regime und engagierte sich in verschiedenen revolutionären Literaturkreisen. Sie musste eine lange Wartezeit bis zur Veröffentlichung ihrer Texte, Verfolgung und Zensur ertragen. 1987 reiste sie in die BRD aus, erhielt internationale Lehraufträge, die „Brüder-Grimm-Gastprofessur“, die „Heiner-Müller-Gastprofessorin“ und den deutschen Buchpreis. Das Leben, das Überleben und der Widerstand in der Diktatur wurden Anlass ihres Schreibens und sind bis heute ihr Thema. Mit den Worten wächst die Freiheit, lautet ihre Devise, die Berlin-Woman bedingungslos teilt.

Bis zum 21. 11.2010 zeigt das Literaturhaus Berlin eine Ausstellung über Herta Müller. Und am Mittwoch, den 17.11. tritt die Autorin mit Sanda Weigl & Band in der Akademie der Künste auf. Berlin-Woman wird dabei sein und berichten.

Der kalte Schmuck des Lebens

Herta Müller und Sanda Weigl & Band

 


4 Gedanken zu „Berlin-Women: Herta Müller

  1. Danke, liebe Michaela, XXs haben eben oft den Weitblick. Das ist sehr interessant, dass die GEDOK so früh das Talent von Herta Müller erkannt hat. Kompetent sind die Mitarbeiterinnen der GEDOK! Die Ausstellung Positionen, die umgehend auf Berlin-Woman besprochen wird, ist hervorragend kuratiert. Viele Grüße von Berlin-Woman

  2. Viel Spaß und Vergnügen heute abend mit Herta Müller und Sana Weigl & Band! Ich freu‘ mich schon auf den Bericht!

  3. Hertha Müller wurde bereits im Jahr 1998 der „IDA DEHMEL LITERATURPREIS“ des Bundesverbandes der GEDOK verliehen, der alle drei Jahre für das Gesamtwerk einer deutschsprachigen Autorin vergeben wird. Die Preisträgerinnen für diesen Preis können sich nicht selbst bewerben, sondern werden bundesweit durch eine Jury ermittelt. In Hinblick darauf, dass Hertha Müller 11 Jahre später – 2009 – der Literatur Nobelpreis verliehen wurde, kann Frau für die GEDOK sagen, dass diese tradierte und seit 84 Jahren existierende Künstlerinnen-Organisation aller Sparten, heute mehr denn je aktuell, richtungsweisend und immer „am Puls der Zeit“ ist.
    Mehr zur GEDOK unter: http://www.gedok.de

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