Berlin-Women: GEDOK-Gründerin Ida Dehmel (1870-1942)

Berlin-Kreuzberg, -Friedrichshain, -Friedrichshagen, Charlottenburg, -Mitte, -Tiergarten

Ida Dehmel ist ein weiteres Vorbild von Berlin-Woman. Die kulturell und gesellschaftlich sehr engagierte Jüdin widmete sich zeitlebens den kreativen XXs. Ihre Freundschaft mit dem Dichter Stefan George führte sie in den Friedrichshagener Dichterkreis. Dort lernte sie ihren späteren zweiten Mann, den Schriftsteller Richard Dehmel kennen. Beide gehen von Berlin nach Hamburg und errichten das „Dehmelhaus“, das zu einem kulturellen Zentrum wird. Regelmäßig finden hier Ausstellungen, Salons, Vorträge, Kostümfeste, Bazare u.a. statt. 1916 ruft sie gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Rosa Schapire den „Frauenbund zu Förderung deutscher bildender Kunst“ ins Leben. 1920 wird sie Witwe, gründet die „Dehmelstiftung“, die „Dehmelgesellschaft“ und ein Unternehmen zur Perlenverarbeitung. Es folgt die „GEDOK“ (die Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen).  1933 wird sie aufgrund ihrer Glaubenszugehörigkeit ausgeschlossen. Sie lebt in der inneren Emigration und wählt 1942 den Freitod. Die GEDOK existiert mit Unterbrechung bis heute. In diesem Jahr feiert sie ihr 50. Jubiläum.  Dazu gibt es in der Inselgalerie, im Haus am Kleistpark, im Verborgenen Museum und im Kunstraum Kreuzberg Ausstellungen von Künstlerinnen, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und der Mendelssohn-Remise Konzerte von Komponistinnen und Lesungen von Schriftstellerinnen. Besprechungen folgen.

Reminder: Heute  am Dienstag den 2.11.2010 um 19:00 Uhr findet eine Podiumsdiskussion mit der Schirmherrin Gesine Schwan, Alice Ströver, der Gabriele-Münter-Preisträgerin Christiane Möbus u.a.  im Kunstraum Kreuzberg, Mariannenplatz 2 statt.

Rückblick nach vorn – POSITIONEN 1960-2010, bis 28. 11.2010 an verschiedenen Orten

Ida Dehmel

Ida-Dehmel-Literaturpreis

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