2 Berlin-Women in der Berliner Kochschule „In a la Munde“

Berlin – Kreuzberg

Berlin-Women beim Pasta-Zubereiten, Foto: S.O

Die Mitbloggerinnen Kasia von KSIA und La Peperonata waren gemeinsam für Berlin-Woman unterwegs. Sie kosteten“ italienische Geheimnisse, die glücklich machen“. Mille gracie!

In allen Familien gibt es Geheimnisse. Eine Dame, die uns Einblick in ein paar ihrer besonders schmackhaften Familiengeheimnisse bot, ist ein wenig abseits der Bergmannstrasse in Kreuzberg angesiedelt. Ulrike Ludwig bringt uns in ihrem Ladenlokal auf äusserst angenehme Art die Freuden der Pastaproduktion und des Pastagenusses bei.

Die „ Famiglia“ dieses Freitagabends traf nach und nach ein. Zuerst gab es verboten gutes Pesto zum prickelnden Prosecco. Um dann den kulinarischen Geheimnissen der „ Famiglia“ Ludwig auf die Spur zu kommen, lautete die erste Ansage: Hände waschen und zwar gründlich, denn hier geht es um etwas Wichtiges, und eine saubere Vorgehensweise ist dabei vorrangig. Die sauberen Hände kommen beim Kneten zum Einsatz. Gemeint ist nicht das Durchkneten der Feinde, sondern des geschmeidigen Nudelteiges. Der feste Ehrenkodex gilt auch für die Bedienung der Nudelpresse. Die sieben Stufen des Dick- beziehungsweise Dünnheitsgrades der Pasta müssen, je nach Wunsch, nacheinander durchlaufen. Dabei ist viel Gefühl gefragt, also durch und durch italienische Leidenschaft.

Alle drei Gerichte, die wir herstellten, basieren auf dem fast gleichen Nudelteig (siehe unten). Das wahre Geheimnis erfährt man aber am besten selbst vor Ort. Nach der gemeinsamen Herstellung der Speisen versammelte sich „la Famiglia“ im gemütlichen Ambiente um den großen Holztisch. Als Vorspeise gab es eine ausgewogene Komposition von Minestrone mit Zupfnudeln. Dazu ein Geheimtipp von „la Mamma“: Die Rinde des Parmesans zum Mitkochen in die Minestrone geben. Das verleiht würziges Aroma. Ausserdem ist selbst eine Käserinde zu schade zum wegwerfen.

Für die Hauptspeise zauberten wir Tortelli mit Speck-Ricotta-Füllung an Salbeibutter. Dazu gab es am Tisch Verschwörungstheorien, bei denen es weniger um das Waffenpotential der feindlichen Sippe als um deren Kochkünste ging. Zur Nachspeise wurden Ravioli mit Bananen-Rum-Kokos-Füllung gereicht, die in einer Beerensauce lagen und mit Patronenkugeln aus grünen Pfefferkörnern gespickt waren. Die Pfefferkörner erzeugten im Mund kleine Explosionen. Phänomenal! Nach einem „Espresso“ und „Digestivo“ mussten wir das Etablissement fluchtartig verlassen, da die Wagen der BVG allzu pünktlich und allzu selten die nächtlichen Strassen Berlins entlang rasten. So rannten wir glücklich, gesättigt und bestens informiert in die Berliner Nacht hinaus.

Das könnt ihr auch und im Oktober besonders günstig jeden Freitag erleben. Denn „In a la Munde“ feiert seinen ersten Geburtstag und hat ein Geschenk für alle Pastasophen: 2 für 1. Wir gratulieren und „ci vediamo“, wir kommen bestimmt wieder.

Kochschule In a la Munde, Friesenstraße 10, 10965 Berlin, 55 Euro pro Person

Nudelteigrezept (4 Personen): 200 g Mehl (am besten Hartweizen oder gemischt), 2 Eier, evtl. etwas Wasser

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