Ein offenes Wort: Berlin-Woman noch einmal über Jörg Kachelmann

Der Artikel von Berlin-Woman über Jörg Kachelmann hat offenbar viele Gemüter bewegt. Auf einen recht erhitzten Kommentar, den ihr hier nachlesen könnt, möchte ich offiziell antworten. Dazu fühle ich mich als Akteurin in der Kulturlandschaft unseres Landes einfach verpflichtet:

Sehr geehrte Leserin und Kommentatorin von Berlin-Woman,

gottseidank leben wir in einer Demokratie, in der es nicht: „einfach mal den Mund halten“ heißt. Im Gegenteil sind wir als mündige Bürger/innen dazu aufgefordert, über Fälle wie Jörg Kachelmann nachzudenken und laut zu reflektieren. Die Reihe setzt sich endlos, ja bis zu Bill Clinton, fort. Hier geht es nicht um den Skandal an sich, sondern darum, wie so etwas entstehen kann, welche Rolle die Medien, die Öffentlichkeit und die Gesellschaft spielen. Ich vertrete die Überzeugung, und mit dieser stehe ich auch zu meinem Artikel, dass das gesellschaftliche System solche „Geschichten“ produziert und auch dafür verantwortlich zu machen ist. Außerdem geht es mir immer um „den Menschen an sich“, also auch um die Betroffenen. Ich habe die „Opfer“ bewußt in Anführungszeichen gesetzt, da wir gar nicht wissen können, ob sie aktiv oder passiv waren. Der Blog „Berlin-Woman“ hat die kreativen und gesellschaftlichen Leistungen von XXs zum Thema, und gewiß sind unsere Protagonistinnen und Leserinnen keine „Opfer“. Unsere kleine Debatte zeigt, dass es bei Kachelmann & Co. um „mehr“ geht, als seine 100.000 Freundinnen. Und das ist gut so!

Mit besten Grüßen verbleibt Dr. Carola Muysers alias Berlin-Woman

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