Auf in den Tag 3 der Fashion-Week mit Berlin-Woman

Berlin-Friedrichshain und New York

Bitte glaubt es: Berlin-Woman blogt im Garten auf einem Strohballen, im Hintergrund grasen ein paar Schafe. Drumherum flanieren die Schaubesucher/innen oder aalen sich im Liegestuhl. Wir sind auf der Messe: „Thekeyto …“, die heute, am Donnerstag Abend im Postbahnhof am Ostbahnhof – was sich reimt – eröffnet hat. Rund 40 Anbieter/innen sind mit Faitrade, Fairclothes, Bio und Öko für Mode und Lifestyle vertreten. Es gibt eine 5 tägige Akademie zum Thema nachhaltige und faire Mode und einen „Supershop“. Das finden wir gut, auch wenn die Teilnahme an den Akademieveranstaltungen über 900 Euro kostet und die Messesprache nur Englisch zu sein scheint. Nach ihrem charmanten und bunten Start im letzten Jahr hat sich die „Thekeyto…“ zu einer professionellen Messe gemausert, und das sollte man ihr zugestehen. Aber warum muß es dann mit der Vielfalt und Fantasie vorbei sein? Das, was dieses Mal auf der Modenschau zu sehen ist, erinnert Berlin-Woman – hm, sie wagt es kaum zu sagen – an das „Dressing“ ihrer Eltern in den 1960er Jahren. Klassisch-strenge Silhouetten und farblich sehr, sehr verhalten. Nur die Künstlerin Ivo Schwarz (IVO oder Ivonne Schwarz) machts mit ihren drehbaren Kleidern anders. Sie schickt ihre Models in Unterwäsche auf den Laufsteg, wo sie sich aus- und anziehen. Die Drehfummel hatten wir gestern schon bei Tingding, wo sie jedoch noch bunter und fantasievoller daherkommen.

Auf der Messe selbst fallen die XY-Jacken von Daniel Kroh: Reclothing auf, der mit Etiketten und stofflich und farblich unterschiedlichen Jackenteilen experimentiert. Bei den XX bewundert Berlin-Woman die recycelten Abendroben von Dawanda, die aus dem 19. Jahrhundert herübergeflogen zu sein scheinen. Auch Choolips wagt sich an bunte Farben, schöne Drucke, Minis und Rückendecolletés. Das entlastet die Schafe draußen doch gleich etwas von ihrem Öko-Klischee. Da die angekündigte Party so verhalten wie die „Thekeyto-Mode“ ist, geht Berlin-Woman jetzt ihre eigenen Schäfchen zählen. Gute Nacht und bis gleich am Freitag.

Und bevor es gleich zum ECO-Brunch und in den „Greenshowroom“ geht, soll ich euch schon mal von einer Super-Fashion-Lady grüßen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.